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Sparkasse Weserbergland ist zu einem Sponsoring bereit / Kaup: Patenschaft für ein Themenfeld

Geldinstitut investiert in die Fußgängerzone

Hameln (TT). Manchmal hat eine Chefsache auch mit Klinkenputzen zu tun: Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann ist derzeit unterwegs, um bei den Anwohnern Geld einzuwerben für die Neugestaltung der Hamelner Fußgängerzone. Den Planern fehlen noch 400000 Euro, und die Zeit drängt - denn die Stadt will "im Herbst mit den vorbereitenden Arbeiten starten". Da kommt eine gute Nachricht von der Sparkasse Weserbergland gerade recht.

Geldinstitut investiert in die Fußgängerzone

Hameln (TT). Manchmal hat eine Chefsache auch mit Klinkenputzen zu tun: Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann ist derzeit unterwegs, um bei den Anwohnern Geld einzuwerben für die Neugestaltung der Hamelner Fußgängerzone. Den Planern fehlen noch 400000 Euro, und die Zeit drängt - denn die Stadt will "im Herbst mit den vorbereitenden Arbeiten starten". Da kommt eine gute Nachricht von der Sparkasse Weserbergland gerade recht. Vorstand Friedrich-Wilhelm Kaup erklärte gegenüber der Dewezet: "Die Sparkasse Weserbergland ist bei der Sanierung der Fußgängerzone dabei. Die Bedeutung für Hameln und für die Sparkasse Weserbergland ist groß. Wir werden uns finanziell im fünfstelligen Bereich engagieren." Es sei ein "sehr harmonisches und sehr konstruktives Gespräch" zwischen Lippmann und ihm gewesen, erklärte Kaup. Dabei habe das Geldhaus auch Dinge angesprochen, die "uns wie viele andere Hamelner stören, so zum Beispiel das gefährliche Pflaster durch fehlende Steine, die unschönen Stromkästen und die Sauberkeitsdefizite." Zugleich habe die Sparkasse "Anregungen gegeben für mehr Fahrradständer, mehr Licht an der eigenen Fassade, bessere Beschilderungen und das Wegesystem in der Fußgängerzone".

Damit mit der Umgestaltung des Hamelner Zentrums auch solche unschönen Erscheinungen ad acta gelegt werden, ist die Sparkasse Weserbergland bereit, in die Fußgängerzone zu investieren - und möchte dazu "eine Patenschaft übernehmen". Laut Kaup ist "die Bandbreite für ein Teil-Sponsoring groß". Man werde sich ein Themenfeld aussuchen und die Kosten dafür übernehmen. Bis zu den Sommerferien will Kaup - "wir haben als Eigentümer ja eine gewisse Verpflichtung" - der Stadt entsprechende Vorschläge machen. Schließlich, so Kaup, wolle man "eine moderne Fußgängerzone für moderne Menschen". Die Sparkasse Weserbergland hat eine reiche Auswahl: So sind in den bisherigen Planungen der Stadt zum Beispiel Posten wie neue Informationssäulen für fast 70000 Euro, Orientierungshilfen am Pferdemarkt für 58500 Euro, moderne Wegweiser für 46500 Euro, Objektbeleuchtungen für 35000 Euro oder auch die Beleuchtung der Marktkirche für 32600 Euro enthalten. Kaup: "Für uns kommt eine projektbezogene Patenschaft infrage, die auch für die Sparkasse Weserbergland indirekt einen Nutzen bringt." Kaup möchte am Ende "eine bessere Optik für die Sparkasse" erreichen; man wolle nicht nur zur Kasse gebeten werden, sondern bestehe auf den Grundsatz des Gebens und Nehmens. Eines aber möchte Kaup auf gar keinen Fall: In die Diskussion über den neuen Belag der Fußgängerzone hineingezogen zu werden. Kaup: "Das müssen die Fachleute entscheiden. Ich meine nur, der Belag sollte pflegeleicht, robust und für alle leicht begehbar sein." Im Rathaus ist die Bereitschaft der Sparkasse, sich für die Fußgängerzone auch finanziell engagieren zu wollen, freudig aufgenommen worden. Stadtsprecher Thomas Wahmes: "Wir freuen uns über jedes positive Signal. Wir haben ganz großes Interesse, dieses wichtige Thema nach vorne zu bringen." Trotz des Engagements der Sparkasse Weserbergland fehlt aber noch immer ein ganzer Batzen Geld für diese "Chefinnensache". Die Stadt werbe deshalb weiter für die Idee und benötige noch mehrere solcher positiven Signale.

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