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Auszubildende der Eugen-Reintjes-Schule ausgezeichnet

Gelbe Hand in der Schule

HAMELN. In der sächsischen Staatskanzlei in Dresden waren 100 Gäste aus Politik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft bei der Preisverleihung des bundesweiten Jugendwettbewerbs „Die Gelbe Hand“.

Der gewerkschaftliche Antirassismus Verein „Mach meinen Kumpel nicht an! e. V.“, richtet diesen Wettbewerb aus. Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb und die Laudatio für die Preisträger übernahmen der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, und die ehemalige Vorsitzende der Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten), Michaela Rosenberger.

Berufsschüler, Auszubildende und junge Gewerkschafter aus ganz Deutschland haben sich mit kreativen Projekten gegen Rassismus und Rechtsextremismus am Wettbewerb beteiligt und damit ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander in den Betrieben wie in der Gesellschaft gesetzt.

Der 3. Preis wurde an die Maler/innen und Lackierer/innen der Eugen-Reintjes-Schule Hameln für ihre Collage „Unsere Nationalität? – Mensch!“ vergeben. Die Schüler der Eugen-Reintjes-Schule gestalteten eine große Schauplatte, auf der sie in einer Collage verschiedene Bilder präsentieren, die die Bereiche Integration, Unterstützung und Vermeidung von Vorurteilen umfassen. Entstanden ist eine kreative Auseinandersetzung mit den Fragen des Zusammenlebens. Mit ihrem Projekt möchten die Jugendlichen zeigen, dass eine Klasse mit einem Anteil von 50 ProzentSchülern mit Migrationshintergrund schnell zusammenwachsen kann. Alle Motive sind selbst gestaltet und gemeinsam auf die Schauplatte aufgetragen worden. Dabei konnten sie ihr Projekt und die Auseinandersetzung mit dem Thema sinnvoll in den fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht einbinden, denn nicht nur die Herstellung der Platte selbst war eine Herausforderung, sondern auch die Planung unter Beachtung der Brandschutzbestimmungen und die Auswahl des richtigen Werkstoffs. Die Schauplatte wird in der Schule für alle Besucher sichtbar platziert.

Den Gestaltungsprozess der Schauplatte hielten die SchülerInnen zudem in einem Video fest. Für die Jury senden die Lernenden der 1. Fachstufe MalerIn und LackiererIn der Eugen-ReintjesSchule eine klare Botschaft gegen Ausgrenzung und für den Zusammenhalt in der Gesellschaft: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Seine Nationalität spielt keine Rolle. Dabei wurde besonders die Art und Weise, wie die Auseinandersetzung mit dem Thema „Rassismus und Vorurteile“ in den Schulbetrieb integriert worden ist, hervorgehoben. Die einzelnen Bilder der Schauplatte zeigen, was eine Gemeinschaft braucht und ausmacht. Dabei sind die einzelnen Bausteine keine normativen Begriffe, sondern resultieren aus den Erfahrungen der Jugendlichen im Umgang miteinander. Der Vorsitzende des Kumpelvereins, Giovanni Pollice, war überwältigt von der Kreativität der eingereichten Projekte: „Dieses großartige Engagement der Jugend für Demokratie und Vielfalt ist nicht selbstverständlich.“ Gerade heute sei Rassismus nicht nur am rechten Rand, sondern in der Mitte vorzufinden. „Menschenverachtenden, rassistischen und demokratiefeindlichen Gesinnungen müssen wir mit aller Kraft entgegentreten. Mehr denn je!“




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