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Geier un Reiher

WI KÖRT PLATT

WI KÖRT PLATT

süss: sonst Eoern: Ohren

huite: heute

Pupeier: Papier

ümmesüss: umsonst leddigen: leeren

triue: traute

haule: hielt

lustere: schaute stantepee: sofort

neiplichtern: neugierig

Vorichten Sünnabent stund doch in düssen Dageblatt seo’n greoten Geier ober düssen Glaspalast, iusen Kreishius. Was woll en Gäusegeier, hei harre kein lüttjen Bart an’n Halse, süss wöre hei en Bartgeier. Tja, et blifft doch wisse wahr, wo en Aas is, da sammelt sek dei Geier. Un wenn düt Aas bet teo’n Heben stinken deit, denn packet se teo. Dei Vagelkundler meinet: Geier sünd Scharfsichter! Düt schöllen sek iuse Polletiker maal hinner dei Eoern schreiwen. Ek sülmst kann jümmer noch nich verstahn, worümme dei Verwaltungspaläste jümmer grötter weert? Tja, et is un blifft woll seo, se spart oberall, wo Minschen schuften mötet, bloot nich bie’n Verwalten! Un et stimmet jaa ook, in Dütschland gifft et gaanix, wat’n nich verwalten deit. Geiht jaa huite ook lichter as freuher, se hebbet doch dei Computers un briuket weiniger Pupeier! - Doch teorügge teo düssen Pleitegeier uppen Kreishiuse. Tja, wo nix teo finnen is, kümmt sülmst de gierigste Geier för ümmesüss. - Uppen tweiten Bild satt iuse junge Kämmerer mee leddigen Hännen, as wolle hei seggen: „Suihste woll, wi mötet alle teohaupe uppassen, süss komet noch veel mehr Pleitegeier in iuse Rattennest un rund ümme rum!“ Hei dachte woll ook an dei EWR in’n Hochtietshuse! - As ek düt up’t Pupeier ebrocht harre, keike ek iut mienen Stobenfenster naa mienen Backhius hen, ek triue mienen Ogen nich, boben uppen First stund en stolten Graureiher (Ardea cinerea L.) un recke sienen langen Hals in dei Höchte. Denn stolzeere hei ober’n First un sien langen, spitzen Snabel haule hei naa mienen Fischtümpel hen. Was en imposantet Bild, as düsse Fischräuber naa mienen lüttjen Goldfischen lustere. Un uppen Stutz flaug hei von boben dal un stund stantepee an mienen Tümpelrand. „Wat makeste denn niu?“, frage ek mek un denn leiwer miene Ehegeliebte. Dei meine kort un knapp: „Is eben seo in iuse Natur, alle, ook dei Graureiher, willt satt weern!“ Düt passe mek aber denn doch nich, as hei da in mienen Tümpel stund, alseo ek riut un hen. De Reiher verjage sek un wege was hei, wat mott dat mott! – Sühste woll, niu bün ek neiplichtern, wat se sek allet in’n Rattenneste infall’n latet, ümme dei veelen Pleitegeier, dei wisse noch komet, teo verjagen?




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