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Hilf- und planlose Bildungspolitiker

Geht nach Hause!

Das Desaster um die Besetzung von Rektoren- und Konrektorenstellen an Niedersachsens Grundschulen offenbart einmal mehr die Hilf- und Planlosigkeit der Schulpolitik in unserem Lande. In Sonntagsreden werden der Wert der Bildung be- und heilige Eide auf eine bessere Zukunft geschworen; im Alltag aber bleibt es bei bloßer Symbolpolitik. Da wird aus dem Abitur nach acht Jahren wieder eins mit neun Jahren, wobei die Parlamentarier nach dem Beschluss in bester Kindergeburtstagsmanier im Parlament Luftballons steigen lassen – vielmehr als eine Luftblase ist es wohl auch nicht, wenn so ein Beschluss gefasst wird, ohne gleichzeitig die entsprechenden Lehrerstellen zu schaffen. Die gibt es auch nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Lüneburg nicht, wonach die Heiligen-stadtsche Mehrarbeitsverordnung für Gymnasiallehrer hinfällig ist. Nun bleiben Grundschulen auf absehbare Zeit ohne entsprechende Führung – vor allem weil die damit verbundene Mehrarbeit und Verantwortung nicht wie in ordentlichen Wirtschaftsunternehmen ordentlich vergütet wird. Mehr Investitionen in Bildung!? Von dieser immer wieder von Politikern erhobenen Forderung ist in der Praxis nichts, aber auch gar nichts zu spüren. Die ob des jahrzehntelangen Versagens von Schulpolitikern schier ohnmächtigen Eltern sollten wie enttäuschte Fußballfans aufschreien: „Ihr könnt nach Hause gehen!“s.reineking@schaumburger-zeitung.de

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Autor

Stefan Reineking Chefredakteur zur Autorenseite

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