weather-image
13°

Gegner legen Widerspruch ein

Bad Münder. Volles Haus in der Rohmelgaststätte – eine Bestätigung der Initiatoren der Bürgerinitiative Deister-Sünteltal gegen Massentierhaltung. Rund 100 Teilnehmer wollten am Montagabend mehr über den Stand des Genehmigungsverfahrens der beiden Schweinemastställe am Deisterhang und am Eilenberg und die weiteren Aktivitäten der Initiative erfahren.

270_008_6743781_lkbm101_1911_Grundschule010_3_.jpg

Dieter Möhle, seit rund zwei Wochen Vorsitzender der neuen Bürgerinitiative, stellte den Gästen in Kurzform den bisherigen Weg vom ersten Bauantrag für den Maststall für 1200 Schweine in der Verlängerung des Bergweges bis zur Genehmigung des Vorhabens durch den Landkreis vor rund vier Wochen vor. Die Information über die Genehmigung hat, daran ließ Möhle keinen Zweifel, das Engagement der Maststattgegner nicht gebremst – das Gegenteil sei der Fall gewesen. Die Gründung der Bürgerinitiative, in deren Vorstand sich neben Möhle auch Marianne Vollmer, Jennifer Wengler, Ulrike Wegener und Andrea Schäfer engagieren, folgte, das Anerkennungsverfahren als Verein laufe. „Super, was wir in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben“, erklärte der Vorsitzende unter dem Beifall der Teilnehmer.

Das Sammeln von Informationen, das Ausloten der rechtlichen Möglichkeiten und die Vernetzung mit Einrichtungen und Organisationen, die die Mastställe ebenfalls ablehnen, standen im Mittelpunkt, außerdem zahlreiche Gespräche – unter anderem mit Menschen, die von den Mastställen in besonderer Form betroffen sein werden. Im Fall eines an Krebs Erkrankten, der rund 360 Meter vom geplanten Maststatt-Standort entfernt wohnt, hält die Initiative einen Widerspruch gegen die Baugenehmigung für Erfolg versprechend und will ihn unterstützen. Widerspruch wollen außerdem die Deister-Süntel-Klinik sowie die Mediclin-Gruppe einlegen.

Agrarexperte Eckehard Niemann von der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ skizzierte die beiden Angriffspunkte, die die Initiative derzeit sieht: Die Fragen der Grenzwerte für gefährliche, antibiotikaresistente Keime und der Funktionalität der vorgeschriebenen Filteranlagen – in diese Richtung soll weitergearbeitet werden.jhr

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare