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Landtagspolitiker informierten sich am Atomkraftwerk und Institut für Solarenergieforschung

Gegenwart und Zukunft der Energieversorgung

Emmerthal (cb). Nach einem Besuch des Atomkraftwerkes in Grohnde und des Institutes für Solarenergieforschung in Ohr sieht sich der Arbeitskreis Umwelt und Klimaschutz der Landtagsfraktionen von CDU und FDP in seiner Politik bestätigt, die auch die Bundesregierung auf ihre Fahnen geschrieben hat. „Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien“, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer. Doch zunächst müsse auf die Kernkraft als Brückentechnologie gesetzt werden.

Emmerthal (cb). Nach einem Besuch des Atomkraftwerkes in Grohnde und des Institutes für Solarenergieforschung in Ohr sieht sich der Arbeitskreis Umwelt und Klimaschutz der Landtagsfraktionen von CDU und FDP in seiner Politik bestätigt, die auch die Bundesregierung auf ihre Fahnen geschrieben hat. „Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien“, sagte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer. Doch zunächst müsse auf die Kernkraft als Brückentechnologie gesetzt werden. Es gehe darum, die Laufzeit der auf 40 bis 60 Jahre Betriebsdauer ausgelegten Atomkraftwerke „ein wenig zu verlängern“, meinte er, ohne sich auf einen Zeitraum festzulegen. „Es wäre töricht, die Anlagen vom Netz zu nehmen“, sagte Bäumer.

Bewusst habe sich der Arbeitskreis dafür entschieden, gestern beim Besuch von Kraftwerk und Forschungsinstitut „Gegenwart und Zukunft“ im Bereich der Energiepolitik in den Blick zu nehmen. Zwar würden die Entscheidungen dazu auf Bundesebene fallen, doch „müssen wir als Landespolitiker dazu eine eigene Meinung haben“, so Bäumer. In der Diskussion um die Sicherheit von Atomkraftwerken schwinge immer die Sorge vor den älteren Anlagen mit. Bei der Besichtigung des Kraftwerkes habe der Arbeitskreis aber „einen sehr ordentlichen Eindruck“ bekommen. In Grohnde, seit über 25 Jahren in Betrieb, würde offenbar viel in die Sicherheit investiert, so die Einschätzung des CDU-Politikers. Gleichzeitig wies Bäumer auf die künftige Entwicklung hin, die den erneuerbaren Energien gehöre. Schon jetzt sei Niedersachsen deutschlandweit führend bei der Windenergie und Biomasse. „Hier haben wir gewaltige Sprünge gemacht“, sagte der umweltpolitische Sprecher und fügte unter Hinweis auf das Solarforschungsinstitut hinzu: „Das gilt auch für die Photovoltaik.“

Noch nicht kommentieren wollte er das Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen im Auftrag der Bundesregierung, das gestern vorgestellt worden ist. Kernpunkt bildet die Aussage, dass die Atomkraft den Ausbau der erneuerbaren Energien blockiere. „Weder eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken noch der Bau neuer Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung und -speicherung sind notwendig“, heißt es darin. Laut Bäumer gelte es zunächst, die Einzelheiten der Stellungnahme zu prüfen, außerdem sei für den Herbst eine zweite Fassung des Sachverständigenrates angekündigt.

Die heimische CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Körtner bezeichnete es als wichtig, dass sich der Arbeitskreis vor Ort über die beiden Einrichtungen informierte, die ja auch einen „gewissen Spannungsbogen“ darstellten. Für das Kraftwerk Grohnde stellte sie die „vorbildliche Kommunikationsstrategie“ im Gegensatz beispielsweise zu Krümmel heraus, wo sie von „Verschleierungstaktik“ bei den jüngsten Vorfällen sprach. Grundsätzlich solle es bei allem Für und Wider bei der Kernenergie um eine sachliche Debatte gehen, forderte Körtner. Gleichzeitig gelte es, den Blick auf die Zukunft „mit dem Weg in das regenerative Zeitalter zu richten“. Und dafür leiste das Solarenergieforschungsinstitut, das vom Land gefördert wird, „mit seiner hochwertigen Entwicklungsarbeit“ einen wichtigen Beitrag. Ursula Körtner: „Ich möchte, dass es auch weiterhin von der Landesregierung unterstützt wird.“

Informationen vor Ort: Die Landtagsabgeordneten mit Ursula Körtner (3. v. li.) und Martin Bäumer (3. v. re.) besichtigten das Atomkraftwerk, bevor sie dann das Solarforschungsinstitut besuchten. Foto: cb




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