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Weiter Verhandlungsgezerre um Pollhäger DSL-Ausbau

Gegenvorschlag zu Vertrag

Pollhagen (gus). Das Verhandlungs-Gezerre um eine DSL-Netzerweiterung in der Gemeinde Pollhagen geht in die nächste Runde. Politik und Verwaltung sehen sich gezwungen, einen Gegenvorschlag zu einem von der Deutschen Telekom unterbreiteten Kooperationsvertrag zu machen.

Das Papier ist aus Sicht der Verantwortlichen bei der Gemeinde nötig geworden, weil der Vertrag des Telefonanbieters inakzeptable Forderungen beinhaltet. Das hat Gemeindedirektor Walter Hartmann erklärt. Gemeinsam mit Bürgermeister Gerd Wischhöfer und dem stellvertretenden Bürgermeister Friedrich Möller sei der Gegenentwurf verfasst worden. Zu den Details können die Pollhäger keine Angaben machen, weil dies Teil der Abmachung zwischen Telekom und Gemeinde ist. Nur so viel: Das Risiko, das der Telekom-Vorschlag für Pollhagen bedeutet hätte, wäre laut Hartmann zu groß gewesen. So erwartet die Gemeinde, dass maximal 150 DSL-Nutzer realistischerweise zusammenkommen werden. Die Telekom rechne jedoch erst bei 240 Anschlüssen mit einer Rentabilität des Ausbaus ohne Zuzahlung der Gemeinde. Außerdem drängen die Pollhäger auf eine längere Dauer der Anschluss-Akquise. Nach einem Jahr - so bisheriger Verhandlungsstand - würde abgerechnet, wie viele Pollhäger einen DSL-Vertrag abgeschlossen haben und somit entschieden, wie hoch die Zuzahlung der Gemeinde ausfällt oder ob darauf verzichtet werden kann. Parallel zu den Verhandlungen mit dem Telekommunikationsriesen laufen nach Worten Hartmanns auch Gespräche mit dem Beckedorfer Funk-DSL-Experten Kurt Sommerhoff und einem Rodenberger Anbieter, der ein DSL-Kabelnetz vertreibt. Auch der Versuch, in Kooperation mit der Nachbargemeinde Nordsehl mehr DSL-Interessenten zusammenzubekommen, ist nicht begraben. Offizielle Verhandlungen der politischen Spitzen beider Kommunen hatte es bisher nicht gegeben, weil die Nordsehler Seite dem Thema DSL wenig Bedeutung beimisst. Bei einer Erhebung vor Jahresfrist war nur eine Hand voll Interessenten an einem neuen DSL-Anschluss erfasst worden. Allerdings drängen DSL-Aktivisten wie der Hesper Günther Stahlhut und der Pollhäger Wilhelm Mensching darauf, diejenigen Nordsehler gezielt anzusprechen, die nur sehr geringe DSL-Bandbreiten im Bereich von 1000 kbit/Sekunde beziehen. Denn bei einem Telekom-Ausbau für Pollhagen könnten in Nordsehl Bandbreiten bis zu 16 000 kbit/Sekunde verfügbar sein. Und wer von einem schwachen auf einen komfortableren DSL-Anschluss umsattelt, müsste dann auch in der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Telekom berücksichtigt werden, argumentieren zumindest Mensching und Stahlhut.




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