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Gegen Windkrafträder: Bürgerinitiative überreicht Petition

BAD MÜNDER. „Die Gesundheit der Bevölkerung der angrenzenden Ortschaften, insbesondere Hülsede, Schmarrie, Messenkamp, Altenhagen II, Eimbeckhausen und Rohrsen, ist im höchsten Maße gefährdet“, warnt Egbert Gelfert, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Hülseder Gegenwind.

Über 400 Unterschriften fasst die Mappe, die Egbert Gelfert (vorne li.) Bürgermeister Hartmut Büttner überreicht. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Er fordert deshalb eine Absage an den Neubau großer Windenergieanlagen (WEA) bei Eimbeckhausen. Genau wie die gleichnamige Hülseder Bürgerinitiative sehen das auch über 400 Menschen – ihre Unterschriften sowie 32 Widersprüche überreichte Gelfert gemeinsam mit einigen Mitstreitern am Montagmorgen an Bürgermeister Hartmut Büttner.

Wie bereits berichtet, könnte der WEA-Standort bei Eimbeckhausen ausgebaut werden. Zusätzlich zu den zwei dort bereits bestehenden Anlagen könnten dort mindestens zwei weitere, größere Windkrafträder entstehen, um den Standort zu stärken. Dieses Gebiet aber liege direkt an den Grenzgebieten der genannten Ortschaften sowie an einem Naturschutzgebiet, kritisierte Gelfert. „Es werden keinerlei Sicherheitsabstände eingehalten“, sagte er. Dies hätte gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung, aber auch „die im Naturschutzgebiet lebenden Vogelarten sind im höchsten Maße betroffen“, so Gelfert. Er befürchtet, „man würde diese geschützten Vogelarten töten beziehungsweise vertreiben“. Diese Planungen seien „ein menschenverachtendes Verhalten aller Verantwortlichen“ sowie „die Ermordung des Sünteltals in seiner jetzigen Form“.

Auch Bad Münder beschäftige sich bereits seit mehreren Jahren mit der Thematik und sei sich der weitreichenden Entscheidung bewusst, die Auswirkungen auf Eimbeckhausen haben werde, sagte Büttner. Ein Entschluss werde noch in diesem Jahr angestrebt. „Es ist uns wichtig, während des gesamten Prozesses transparent und rechtssicher zu arbeiten“, betonte der Bürgermeister. Deshalb wolle die Stadt auch zu einer Info-Veranstaltung nach Eimbeckhausen einladen – „und zwar noch vor dem Satzungsbeschluss, damit der Rat die dortigen Eindrücke mitnehmen und in die Entscheidung mit einbeziehen kann.“ Er fügte hinzu: „Ich hoffe, uns wird ein Kompromiss gelingen, damit weiter ein friedliches Miteinander möglich ist.“



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