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Millionenloch und Streichliste sind erst im nächsten Jahr dran / Ganztagsschule Hemeringen beschlossene Sache

Gedichte, Geschenke und Harmonie statt harter Fakten

Hessisch Oldendorf (doro). In der Ecke leuchtete gülden der Weihnachtsbaum, auf der Bühne wurde das Alpenpanorama angestrahlt, Sitzungsleiter Heinz Beißner verteilte Geschenke, trug ein gelungenes Gedicht vor, und die Heizung war auch bis zum Anschlag aufgedreht im Gasthaus Beißner: „Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ – diese biblischen Worte hätten auch bei der abschließenden Sitzung des Rates Hessisch Oldendorf gepasst. Es gab auch keinen Grund, sich die Stimmung verderben zu lassen: Die Haushaltsdebatte mit Millionenloch und Streichliste ist glücklicherweise erst im nächsten Jahr dran.

Und so arbeiteten Fraktionen einmütig die Tagesordnung ab, stimmten dem Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebes für 2010 und dem Jahresabschluss des Baubetriebshofes zu und hakten diverse Bebauungspläne ab.

Einstimmig wurde auch dafür gestimmt, den Marktplatz wieder für den öffentlichen Verkehr zu widmen. Abgenickt wurde auch die Beschlussvorlage über die Annahme von Spenden, Schenkungen und ähnliche Zuwendungen: Dem Verwaltungsausschuss wird die Entscheidung über die Annahme oder Vermittlung von Zuwendungen mit einem Wert von über 100 bis zu höchstens 2000 Euro übertragen. „Das gilt, egal ob es eine Gegenleistung gibt oder nicht“, erklärte Bürgermeister Harald Krüger. „Das ist für Spender oft nicht ganz leicht zu nachzuvollziehen, aber wir werden versuchen, diese Angelegenheiten so zeitnah wie möglich zu erledigen.“ Der Bürgermeister hofft in diesem Fall auf das Verständnis der Spender ob dieser gesetzlichen Regelung.

Geregelt wurde auch die Aufnahme von unter Dreijährigen in den Kindergarten: Da für unter Dreijährige Krippenplätze geschaffen werden und die Zahl an Kindergartenplätzen sowieso knapp bemessen ist, wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, dass unter Dreijährige einen Kindergartenplatz bekommen.

Offiziell beschlossen wurde auch die Einrichtung der Ganztagsschule Hemeringen: „Es währte nicht lang und wurde schnell gut“, kommentierte Hemeringens Ortsbürgermeister und Mitglied des Landtages Otto Deppmeyer (CDU) die schnelle Entscheidung aller Beteiligten. „Der Initiative des Ortsrates haben sich das Kollegium und die Eltern engagiert angeschlossen. Sie sind mit Begeisterung an die Sache rangegangen – ohne sie wäre es nicht gegangen. Deppmeyer betonte, dass die geplante Schulform in Hemeringen gut in die Schullandschaft passe, da der Weg klar in Richtung Ganztagsschule gehe. „Ich würde mir wünschen, dass das auch an anderen Schulen passiert, wie zum Beispiel an der Grundschule Hessisch Oldendorf.“




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