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SDAG: Skulptur in Apelern oder Stadthagen?

Gedenkstein im Gespräch

Landkreis (tw). Mit einem Gedenkstein möchte die Schaumburger Deutsch-Amerikanische Gesellschaft (SDAG) an die 17 Familien erinnern, die zwischen 1845 und 1850 aus dem Raum Apelern nach Sarah's Grove in Illinois (heute: Schaumburg) auswanderten. Die entsprechenden Namen hat die Historikerin Simone Eick im Rahmen ihrer Dissertation ermittelt. Mögliche Details des Steins, der 2008 zum 25-Jährigen der Gesellschaft errichtet werden soll, stellte der scheidende SDAG-Chef Dr. Stephan Walter den Mitgliedern im Bad Eilser "Haus des Gastes" vor.

Walter: "Die Skulptur soll aus Obernkirchener Sandstein gefertigt werden und eine Gesamthöhe von zwei Metern haben." Der Entwurf stammt von dem Bildhauer Karsten Fischer aus Borstel. Im oberen Bereich des Steins sollen zwei Segel zu sehen sein, die den Aufbruch in die Neue Welt symbolisieren; sie sollen die Wappen der beiden Schaumburg tragen. Geht es nach dem Willen Walters, wird aufdem Sockel ein Hinweis auf die Herkunft der Auswanderer und ihre Gründung von Schaumburg in Amerika zu lesen sein: "Hinzu kommt der berühmte Ausspruch von H. F. Nerge, mit dem er die Diskussion über den Ortsnamen entschied: ,Schaumburg shall et heiten.'" Die Gesamtkosten beliefen sich auf 2500 Euro, von denen die SDAG etwa 1000 Euro zu tragen hätte. Nach Auffassung Walters kann der Gedenkstein nur vor der Kirche in Apelern stehen, "wo das Gros der Auswanderer getauft, konfirmiert und getraut wurde". Apelern sei aber auch der einzige - finanzierbare - Standort, nachdem Pläne, einen größeren Stein vor dem Kreishaus in Stadthagen aufzustellen, an der Geldfrage gescheitert seien. Bei dem Meinungsbild, das Walter von den Mitgliedern einholte, votierte die Masse für Apelern und goutierte den Entwurf zumindest im Grundsatz; sechs Anwesende, darunter Vorstandsmitglieder, favorisieren dagegen nach wie vor eine große Lösung in Stadthagen.



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