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Gedenkkonzert zur Auschwitz-Befreiung

Bad Münder. Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. 1966 proklamierte der damalige Bundespräsident Roman Herzog einen Gedenktag, der vor zehn Jahren von den Vereinten Nationen zum Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust erklärt wurde.

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„Wir nehmen diesen Tag zum Anlass für ein Gedenkkonzert, in dem auch Bad Münder die abgeschnittene und nun gerade in Hannover wieder neu gepflegte Tradition synagogaler Musik zu hören sein wird“, erklärt der Pastor der evangelischen Petri-Pauli-Gemeinde, Dietmar Adler.

Die Konzertveranstaltung geht zurück auf eine nach der Veröffentlichung der Gedenktafel an historischen jüdischen Stätten in Bad Münder von Hermann Wessling und Bürgermeister Hartmut Büttner entwickelte Idee. „Wir waren beide in der Villa Seligmann, dem zentralen Ort für jüdische Musik in Hannover“, erinnert sich Wessling. Dort kam es am 30. Juli des vergangenen Jahres zu einem ersten Gespräch mit Prof. Andor Izsák, dem am 23. September dessen Besuch in Bad Münder folgte. „Izsák war begeistert von unserem Martin-Schmidt-Konzertsaal und der Idee, hier ein Gedenkkonzert zu veranstalten.“ Bei einem zweiten Besuch in der Villa Seligmann am 28. November, an dem neben Wessling und Büttner auch der stellvertretende Bürgermeister Uwe-Peter Keil teilnahm, wurde das Konzert endgültig verabredet.

Getragen wird das Projekt auch vom Arbeitskreis Gedenkkultur, in dem sich die Stadt, die beiden Kirchengemeinden und auch das Museum zusammengefunden haben. „Da geht es um Vorträge, die Anbringung von Gedenktafeln, Publikationen, Stolpersteine und eben das Gedenkkonzert“, erklärt Dietmar Adler.

Gefördert wird das Konzert von der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft sowie der Sparkasse Weserbergland und der Volksbank Bad Münder.

Zusammen mit dem von Andor Izsák geleiteten Europäischen Synagogalchor, der jüdische Psalmenvertonungen und Gebete vorstellen wird, wird auch der aus Toronto kommende Kantor Benjamin Z. Maissner zu hören sein.

„Wir sind sicher, dass das eindrucksvolle Konzerterlebnis für unsere Stadt eine Chance ist, das kulturelle Profil um einen weiteren ungewöhnlichen Akzent zu bereichern, und hoffen, dass daraus vielleicht eine Tradition entstehen wird“, so Hermann Wessling.

Beginn ist am Sonntag, 25. Januar, um 19 Uhr im Martin-Schmidt-Saal. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.hzs



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