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"Bückeburger Posaunenchor" und Organist Siebelt Meier bieten vielseitige Einkehr-Musik

Geballte Klangformationen in der Stadtkirche

Bückeburg. Bläsertöne und Orgelwerke bei der "Musik zur Einkehr" in der Stadtkirche und draußen strahlender Sonnenschein, gepaart mit lukullischen Genüssen auf dem Marktplatz, konnte das gut gehen? Aber ja, denn das Gotteshaus war ansehnlich gefüllt, und die Interpreten gaben sich alle Mühe.

Autor:

Diellind Beinßen

Diese Tatsache wurde schon beim eingangs gespielten "Großer Gott, wir loben dich" deutlich, der eindringlichen Komposition des nach wie vor sehr geschätzten - anwesenden - ehemaligen Kantors Edgar Räuschel, dessen Schaffen sein Nachfolger Siebelt Meier auch am Schluss noch einmal mit dem fein nuancierten "Nun danket alle Gott" würdigte. Das Ensembleerreichte im aufmerksamen Zusammenwirken mit Meier an der Orgel einen durchaus reinen, unverfälschten Klang, der sich in Traugott Fünfgelds (1971) fröhlichem "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" - ohne Orgel - fortsetzte. Das klare, gehaltvolle Spiel der harmonischen Gruppe verdeutlichte sich zudem melodisch in des gleichen Meisters locker-pointiertem "Nun danket alle Gott" sowie dessen facettenreichem dreisätzigen "Concerto" nach Antonio Vivaldi. Die innere Dramaturgie wurde nachvollzogen. Mit Gilbert M. Martins (1941) ausladender "Toccata" bewies Siebelt Meier, dass er auch ein famoser Solist an der Janke-Orgel ist. Besonders die koloritreichen Ergüsse des fantasievollen Carsten Klomp (1965) wurden zu Hörerlebnissen. Der Vortragende kostete seine Liebe für kontrastreiche Registerfarbigkeit und dynamische Exzesse nach Kräften aus, denen die Akustik des Gotteshauses übrigens bei allen Ballungen klärend entgegenkam. Angesichts solcher Fachkompetenz konnten sich die Besucher ganz dem Reiz dieses Stückes hingeben. Seine Professionalität war dem Kantor zudem bei der Präsentation von Sigfrid Karg-Elerts (1877-1933) mächtig ausladendem "Nun danket alle Gott" von ganzem Nutzen, verlangt Karg-Elert doch mit kniffligen Extremen Schwierigstes vom Darbieter. Die mit dem von allen bestrittenem Lied "Viel Glück und viel Segen" endende Einkehr-Musik verging wie im Fluge - und in der Innenstadt hatten die Besucher nichts versäumt.




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