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Eine der schönsten Stauden

Garten-Margerite: Das ist echt eine Leuchte…

Gehölze gelten als Grundgerüst eines jeden Gartens. Stauden aber sind die Kür! Im Wesentlichen handelt es sich um winterharte Pflanzen, die nicht verholzen, deren Pflanzenteile oberirdisch vor jedem Winter absterben, deren Wurzelstock aber überlebt und im Frühling neu austreibt. Die Garten-Margerite ist ein Paradebeispiel.

Ein strahlendes Lächeln: Die Garten-Margerite gehört zu den robustesten und pflegeleichtesten Staudenpflanzen. Foto: sas

Autor:

Saskia Gamander und Jens F. Meyer

Auf der Suche nach immerfort neuen Sorten und außergewöhnlichen Pflanzen und Arten erleidet vermutlich jeder Gartenbesitzer mindestens einmal im Leben Schiffbruch. Das hält ihn dann aber nicht davon ab, neue Risiken einzugehen, weitere Fehler zu machen. Alles für die Kunst, Alleinstellungsmerkmale für das eigene grüne Wohnzimmer hervorzubringen. Aber manchmal kommt der Moment, in dem er sich folgende Frage stellt: „Warum kompliziert, wenn’s auch einfach funktioniert?“ Die Antwort darauf – zumindest, was das gemischte Staudenbeet angeht – steht nicht in den Sternen, sondern in den Blütenkörben der Garten-Margerite (Leucanthemum x superbum). Diese robuste Staude ist ohne Zweifel sehr einfach zu integrieren.

Ihre Lobby ist nicht übel, aber über den grünen Klee wird die Garten-Margerite ebenso selten gelobt. Der Grund dafür ist nicht eindeutig auszumachen; sicher fehlt ihr der Zauber des Exotischen, aber das Verlässliche, das sie in jedem neuen Sommer mit Nonchalance zur Schau stellt, ist schon erstaunlich. Da stößt sie hervor, aus einem Wirrwarr anderer Pflanzen im Staudenbeet, von Sonne beschienen oder aber auch von den Schatten umstehender Gehölze erfasst. Normaler Gartenboden reicht ihr, um zur prächtigen Blüte zu gelangen, und selbst wenn er ein bisschen saurer ist, nimmt sie das kaum übel. Allein wenigstens von den Strahlen der Nachmittagssonne sollte sie nippen dürfen, alles andere nimmt sie hin. Es ist ein guter Ratschlag, ihren Wurzelstock alle drei bis vier Jahre zu teilen und damit zu verjüngen, aber welche Staude mag das nicht?

Und dann gibt’s nur noch Freude. Freude über weiße Blütenkörbe mit goldfarbener Mitte als Landeplatz für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge. Freude über den sommerlichen bis frühherbstlichen Blütenzauber, der sich sowohl in einfachen als auch in gekräuselten und gefüllten Blütenformen zeigt. Überhaupt: Freude darüber, dass diese zeitlose Schönheit dem US-amerikanischen Pflanzenzüchter Luther Burbank im 19. Jahrhundert im Staate Washington bei einem Ausritt aufgefallen war. Hunderte von Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen hat Burbank kultiviert, darunter auch die Margerite. Und wenngleich er damals wahrscheinlich eher auf die weniger akzentuierte Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) aufmerksam geworden war, so entwickelten er und weitere Botaniker und Pflanzenzüchter daraus dann doch schließlich prachtvolle Sorten beziehungsweise Arten aus Leucanthemum x superbum und Leucanthemum maximum.

Die Sortenvielfalt bei der Garten-Margerite ist immens. Es gibt sie mit einfachen, strahlen Blüten, aber auch mit gefüllten.

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