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Tourismusmanager: In neun Jahren 20 Prozent Plus beiÜbernachtungszahlen

Gäste wollen Wandern, Weserfahrt und ein Hotel - und alles als "Paket"

Rinteln (wm). Matthias Gräbner, professioneller Tourismus-Manager für Rinteln und Hessisch Oldendorf, zog in der jüngsten Schulausschusssitzung eine positive Bilanz: Bei den Übernachtungszahlen liege Rinteln in den Jahren 1998 bis 2007 mit 20 Prozent im Plus, das entspreche rund 71 000Übernachtungen. Dazu müsse man noch die Übernachtungen im Campingbereich - rund 42 000 - rechnen und dieÜbernachtungen in Privatzimmern, die statistisch nicht erfasst würden, ebenso wenig wie die Tagesbesucher.

Im Vorjahr sind in Rinteln rund 73 890Übernachtungen registriert worden. Im Schnitt gebe jeder Gast pro Tag rund 86 Euro aus, damit bekomme man eine Vorstellung davon, wie viel Geld der Tourismus in unsere Region bringt. Gräbner schlug vor, nachdem die Kooperation mit Hessisch Oldendorf gut angelaufen sei, das Modell im nächsten Jahr auf den Flecken Aerzen und das Auetal zu erweitern - beide Kommunen passten vom Profil gut zu den bisherigen Partnern. Ein Vorschlag, dem am Ende der Schulausschuss zustimmte. Gräbner machte deutlich, dass Kurzurlauber, wichtigste Klientel für die Weserregion, sich zu 72 Prozent im Internet informieren und dann auch im Internet buchen. Deshalb habe man ein gemeinsames Informations-, Reservierungs- und Buchungssystem geschaffen. Kurzurlauber möchten auch themenorientierte Komplettpakete angeboten bekommen, etwa einen Wochenendaufenthalt mit Besuch des Steinzeichens und Draisinenfahrten. Was den Gast interessiere, seien nicht so sehr die Orte, deshalb habe Einzelwerbung auch wenig Sinn, sondern eine themenbezogene Werbung: Der Gast möchte wandern, reiten, Kanu fahren, die Natur erleben, Nordic-Walking-Strecken ablaufen, Rad fahren oder lokale Kunst und Kultur kennenlernen. Wichtig seien auch Gruppenangebote und Angebote für den Bustourismus. Bei den Unterkünften könne der Gast schon heute im Internet gezielt suchen unter Kriterien wie Preis und Komfort. Gräbner erläuterte, nach wie vor sei es notwendig, die Qualität der Betriebe zu verbessern: "Es gibt Betriebe, die engagieren sich sehr stark und solche, bei denen gibt es noch ein Potenzial für Verbesserungen." Auf die Frage, ob er weitere Möglichkeiten für Kooperationen sieht, antwortete Gräbner, internkommunale Zusammenarbeit sei absolut notwendig, aber das müsse sich im Lauf der Zeit entwickeln.




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