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Hauptversammlung des Bückeburger Stadtmarketings / "Pflänzchen" Tourismus weiter gut hegen

Gäste bringen 10,3 Millionen Euro in die Stadt

Bückeburg (rc). Die Stadt hat im vergangenen Jahr 220 000 Tagesgäste und rund 40 000Übernachtungen (inklusive der Übernachtungen in den nicht meldepflichtigen Betreiben) registrieren können. Die Gäste brachten insgesamt 10,3 Millionen Euro zusätzliche Kaufkraft nach Bückeburg. Diese Zahlen nannte der Vorsitzende des Bückeburger Sta dtmarketings, Sønke Lorenzen, auf der Hauptversammlung des Vereins. Die Entwicklung Bückeburgs zur Touristenstadt gehe weiter voran, bilanzierte Lorenzen, der dafür aber Widerspruch seitens der Gastronomie und Hotellerie erntete.

Sønke Lorenzen

Der Sprecher der Sparte, Gerhard Ostermeier, wies in seinem Jahresbericht darauf hin, dass drei Viertel der Hotelübernachtungen in Bückeburg Geschäftsreisende seien. Das zarte Pflänzchen Tourismus müsse weiter entwickelt werden, jeder Mosaikstein zähle. "Wir sollten uns aber davon befreien, dass Bückeburg reinen Tourismus haben kann, dafür sind noch große Lücken aufzufüllen." Und hatte gleich noch weitere Kritik parat: Die Stadt sei zu wenig auf Messen präsent, Bückeburgs Alleinstellungsmerkmale würden zu schlecht vermarktet, der Internetauftritt müsse deutlich verbessert werden und "ein Schlag ins Gesicht" sei es gewesen, dass seitens der Stadt für Hotels der Nachbarstädte geworben werden sollte. Als aktuelles Beispiel für das "Nichtkümmern" der Stadt nannte Ostermeier die "Aktuelle Schaubude", die mit ihrem Tross im Juli auch aus Bückeburg berichten wird. Zunächst waren dafür vom NDR 60 Hotelzimmer in Bückeburg reserviert worden. Die Reservierungen wurden allerdings allesamt storniert, jetzt logiert der NDRin einem Hotel im benachbarten Porta. "Wir haben keine Steuergelder bekommen wie die Erlebniswelt Renaissance, wir müssen die Investitionen in unsere Hotels wieder hereinholen." Von Bürgermeister Reiner Brombach erntete Ostermeier heftigen Widerspruch. Die Stadt mache keine Werbung für Hotels der Nachbarstädte, auch wenn sie natürlich in die Region schaue. Die Entscheidung des NDR könne seitens der Stadt nicht beeinflusst werden. "Mit uns hat auch keiner gesprochen, die Vorwürfe treffen nicht zu." Zum Internetauftritt merkte er an, dass dieser derzeit grundlegend überarbeitet und in zwei Monaten freigeschaltet werde. Die Stadt sei durchaus auf den Tourismusmessen präsent, zum Beispiel auf der ABF oder über die Fremdenverkehrsvereinigungen des Weserberglands auch bundesweit. Auch BSM-Schatzmeister und Stadtkämmerer Horst Tebbe sprang Brombach - fast schon wütend - bei: "Unser Internetauftritt ist gut. Schauen sie nur auf andere Städte im Weserbergland, es gibt viele schlechtere. Wir werden immer so hingestellt, als ob wir auf den Bäumen schlafen. Das tunwir nicht." Ansonsten zeigte sich der BSM-Vorstand mit dem Verlauf des Jahres 2007 zufrieden. Veranstaltungen wie "Bückeburg kocht über" oder "Bückeburg on Ice" hätten zahlreiche Gäste nach Bückeburg gelockt, auch wenn die Eisbahn mit einem Zuschuss aus der BSM-Kasse mit 10 000 Euro subventioniert werden musste, der Weihnachtsmarktübrigens mit 9000 Euro. Der Wirtschaftsrat kam zu drei Sitzungen zusammen, die einst gebildeten Arbeitsgruppen wie "Tourismus" oder "Innenstadtverschönerung" wurden im Jahresbericht Lorenzens nicht erwähnt. Außer "Handel aktiv" konnten die anderen drei Abteilungen keine Berichte geben: Frank Starnitzke als Vorsitzender des Bereichs Industrie hat sein Amt niedergelegt, die anderen beiden Sprecher für Gewerbe/Handwerk und Freie Berufe waren erst gar nicht gekommen - es gab auch nichts zu berichten. Erstmals seit seiner Umfirmierung im Jahr 2001 ist die BSM schuldenfrei. In den vergangenen sechs Jahren konnten Altlasten von 120 000 Euro abgebaut werden. Im vergangenen Jahr standen Einnahmen in Höhe von 92 000 Euro Ausgaben in Höhe von 91 000 Euro entgegen. Insgesamt hat das Bückeburger Stadtmarketing 130 Mitglieder.



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