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Thomas Fischer hat für die Sicherheit der Politiker im bayrischen Elmau gesorgt

G7-Gipfel: Riesen Auftrag für Lindhorster

Lindhorst/Elmau. „Das ist nicht Champions League, das ist Weltmeisterschaft“ – Thomas Fischer aus Lindhorst ist mitverantwortlich für die Sicherheit beim G7-Gipfel im bayrischen Elmau gewesen. „Wir sind ganz nah dran an den Politikern“, sagt Fischer im SN-Gespräch.

Autor:

Kirsten Elschner

Als Geschäftsführer der „Fischer Sicherheitssysteme GmbH“ mit Sitz in Berlin bedient er weltweit Kunden vom Bundeskriminalamt über die Deutsche Bahn bis hin zu diversen Museen. Erst kürzlich hat er die Botschaft in Ghana und ein Großprojekt in der Nähe von Rom gesichert. In Elmau war Fischer Teil einer kleinen Sondergruppe, die für die Absicherung des Konferenzsaals verantwortlich war, in dem die Staats- und Regierungschefs konferiert haben. Schon beim G8-Gipfel in Heiligendamm vor acht Jahren war der Lindhorster dabei. Trotzdem sei so ein Auftrag noch längst keine Routine für ihn. „Dazu gehört eine gigantische Vorbereitung“, berichtet er. Rund ein halbes Jahr vor dem Gipfel-Treffen haben die Planungen in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA) begonnen.

Die Herausforderung bei einem neuen Auftrag: „Jede Örtlichkeit ist anders.“ Während an der Küste in Heiligendamm viel mit Zäunen gearbeitet worden sei, müsse man in den Bergen ganz andere Schwerpunkte setzen. Fischers Aufgabe war dort die Sicherung des Fenster- und Türenglases vom Konferenzraum. Dieser wurde mit durchschusshemmenden Spezialgläsern gesichert, erklärt der Fachmann. Zudem wurden weitere Bereiche mit Sicherheitsfolien, die durchwurf- und explosionshemmend sind, ausgestattet. „Im Fall einer Explosion bindet die Folie die Glassplitter“, sagt der Sicherheitsexperte. Die beim G7-Gipfel verwendeten Gläser erfüllten die höchste Sicherheitsnorm, die das BKA fordert. Für Fischer, der bereits seit mehr als 15 Jahren in diesem Metier arbeitet, sei dies noch immer „eine spannende Aufgabe“. Mehrere Wochen vor dem Start der G7-Konferenz war Fischer schon vor Ort. „Ich war sehr aufgeregt“, gibt er zu. Denn man wisse nie, was passiert: Kommt es tatsächlich zum Beschuss? Spielt das Wetter mit?

Ein spannender Job für den Lindhorster, der früher in einer ganz anderen Branche tätig war. Nach einem technischen Studium arbeitete er zunächst in der heimischen Gärtnerei seiner Eltern – bis er durch einen Freund in die Sicherheits-Branche gerutscht ist, wo er bis heute sehr erfolgreich sein Unternehmen führt.

Der G7-Gipfel war „ein Highlight“, doch verschnaufen kann Fischer nach dem Ende der Konferenz nicht. Der nächste Auftrag wartet bereits.




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