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Ferienaktion im Krankenhaus: Zwölf Kinder zwischen Gipsverband und Fangopackung

Fynn ist Paul - und der hatte einen Unfall ...

Bückeburg (jaj). Paul ist mit dem Fahrrad verunglückt. Gott sei Dank hatte er einen Helm auf, sodass nichts Schlimmes passiert ist. Zwölf Kinder durften ihn im Rahmen der Ferienaktion bei seiner Genesung im Krankenhaus Bethel begleiten. Dass es sich bei Paul nur um einen imaginären Patienten handelt, machte dabei gar nichts aus. So hatten die Kinder die Gelegenheit, selbst einmal die verschiedenen Behandlungsstationen zu durchlaufen.

Zuerst ging es in die Ambulanz, wo nach kurzer Untersuchung ein Röntgenbild angefertigt wurde. Das erschütternde Ergebnis: Der Arm ist gebrochen. Im Folgenden schlüpfte der 11-jährige Fynn in die Rolle des Verletzten. Schwester Karin, Lehrerin für Pflege und Ausbildungskoordinatorin, legte ihm einen Gipsverband an und erklärte dabei alle einzelnen Schritte. So ein Gipsverband tut nicht weh, "mein Arm wird nur ganz schön schwer", stellte Fynn erstaunt fest. Weil Paul eine Spritze bekam, musste er eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, und alle Kinder begleiteten ihn auf sein Zimmer. Doch am nächsten Morgen ging es ihm schon besser. Ein Besuch in der Krankengymnastischen Abteilung stand trotzdem auf dem Programm. Auch wenn für die Behandlung eines Armbruches das Bewegungsbad nicht gebraucht wird, wurde es von den Kindern bestaunt. "Ich will da mal reinspringen!", äußerte einer der jungen Teilnehmer. Diesen Wunsch verbot Schwester Karin ihm nicht, sie stellte jedoch eine Bedingung: "Du musst dann allerdings ein hinten offenes Patientennachthemd anziehen. Ohne Schlüpper!" Falls Paul durch die einseitige Belastung Nackenverspannungen bekommen sollte, müsste er eine Fango-Packung bekommen. Auch dieses 52 Grad heiße Fango durften die Kinder aus der Nähe betrachten und kneten. Im Anschluss ging es noch auf die Entbindungsstation und in die Bettenzentrale. "Da muss Pauls Bett ja hin. Es kann ja sein, dass er ins Bett gepupt hat!" Als besonderes Highlight durften die Kinder ihre Hände in fluoreszierendes Desinfektionsmittel halten und dann unter Schwarzlicht betrachten. Zum Abschluss gab es in der Kantine für alle Kinder ein aus Spaghetti und Eis bestehendes Mittagessen. So gingen drei ereignisreiche, von der Arbeiterwohlfahrt Bückeburg organisierte, Stunden im Krankenhaus zu Ende.




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