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Fußgängerzone: SPD, Grüne und Piraten stellen Konzept vor

BAD MÜNDER.Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist ein wichtiger Bestandteil des Vorschlags, den die Ratsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten zur Verbesserung der aktuellen Situation der Fußgängerzone erarbeitet hat. Dr. Helmut Burdorf stellt ihn vor.

Altstadtprobleme: Enge Gassen beeinflussen die Verkehrsführung. Dr. Helmut Burdorf misst nach. Foto: Rathmann
Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bei einem Versuch vor Ort wurden jetzt noch wesentliche Voraussetzungen des Vorstoßes geprüft. Dabei machte Burdorf deutlich: Das von der Ratsgruppe erarbeitete Papier ist als Kompromissvorschlag zu verstehen. Es bilde den Mittelweg zwischen den Extrempositionen, die in der monatelangen Diskussion um eine Öffnung der Fußgängerzone für den Fahrzeugverkehr vertreten wurden. Doch weder die komplette Freigabe für den Verkehr noch die Beibehaltung der aktuellen Regelung, die eine deutliche Ungleichbehandlung der Geschäftsleute an der Echternstraße gegenüber denen an der Langen Straße bedeute, sei eine gute Lösung.

Verbesserungsbedarf sehen er und seine Mitstreiter in gleich mehreren Punkten: „Der ganztägige Parksuchverkehr im Bereich des Kirchhofes verursacht Störungen, Lärm, Abgase und mindert die Wohnqualität“, sagt Burdorf. Im südlichen Teil der Marktstraße komme es zudem insbesondere für Fußgänger und Gastronomiebetriebe zu extremen Störungen. Und die oftmals nicht erfolgreiche Parkplatzsuche auf dem Kirchhof führe auch zu unnötigen Verkehrsbelastungen auf der Echternstraße.

Als „sinnlos“ wird von der Ratsgruppe auch die bestehende Regelung gesehen, die eine Öffnung der Fußgängerzone für Autos ab 18 Uhr vorsieht. Sie werde zumeist für Show-Fahrten genutzt, dabei würden allerdings die Gäste der Gastronomiebetriebe wie auch Fußgänger gestört.

Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
  • Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
  • Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
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Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
  • Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann
Eng, aber nicht zu eng: Die Zufahrt zum Kirchhof von der Echternstraße aus ist im Konzept der Mehrheits-Ratsgruppe vorgesehen. Ein Test der Politiker ergab: Ein- und Ausfahrt sind möglich. Foto: Rathmann

Als unnötig wird auch die Zufahrtsmöglichkeit zum Steinhof über die Wallstraße angesehen, da der Steinhof von zwei anderen Straßen aus angefahren werden könne. Ganz zentralen Verbesserungsbedarf sieht die Gruppe in einem allgemeinen Punkt: Der Missbrauch der Parkplätze im Umfeld der Fußgängerzone durch Langzeitparker, häufige Anwohner oder Geschäftsleute selbst, müsse unterbunden werden. Allerdings: Bislang erfolgten keine wahrnehmbaren Sanktionen bei der Überschreitung der existierenden Parkzeithöchstdauer.

Der Kompromissvorschlag von SPD, Grünen und Piraten sieht nun eine Öffnung des Straßenzuges Obertorstraße und Echternstraße für PKW und Kleintransporter vor – und zwar ohne zeitliche Begrenzung. Eine Freigabe „Anlieger frei“ würde auch die Kunden der Geschäfte umfassen. Im Süden sollen ein Teil der Langen Straße und der bislang offene Teil der Marktstraße der Fußgängerzone zugeschlagen werden – von der Wallstraße aus wäre dann nur noch Rechtsabbiegen möglich.

Die Fußgängerzone soll dann rund um die Uhr geschlossen bleiben, lediglich an Markttagen und bei Veranstaltungen ein Befahren möglich sein. Für Lieferverkehr soll es für die Zeit von 7 bis 10 Uhr Sondernutzungsgenehmigungen geben. Für die Markt-Tage kann sich die Ratsgruppe zwei alternative Regelungen vorstellen – eine Ausdehnung des Marktes nach Süden ohne und mit Sperrung der Obertorstraße.

Der Kirchhof soll – so der Vorschlag – vom Durchgangsverkehr abgehängt werden, die Zufahrt nur noch von der Echternstraße möglich sein. Ausschließlich Anwohner und Kunden der Volksbank sollen ihn befahren dürfen.

An Obertor- und Echtern-straße sollen Kurzzeitparkplätze mit einer Maximalparkzeit von 30 Minuten ausgewiesen werden – die Einrichtung hänge jedoch von den Grundstückseigentümern ab.

Zügig umgesetzt werden müsse, so Burdorf, das Parkraumkonzept. Dabei stellt die Ratsgruppe grundsätzlich fest: „In der Innenstadt sind genügend Parkplätze vorhanden.“ Auf den zentralen Parkplätzen müsste allerdings die Parkzeit auf eine Stunde begrenzt werden – und die Einhaltung regelmäßig durch die Stadt kontrolliert und gegebenenfalls auch sanktioniert werden.

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