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Ortsrat Deckbergen diskutiertüber autofreie Dahlienstraße / Querungshilfe und Ampel abgelehnt

Fußgängerzone für einen sicheren Schulweg?

Deckbergen (clb). Die Schulwegsicherung an der Osterburgstraße steht im Ortsrat Deckbergen-Schaumburg- Westendorf, der in der vorigen Woche zur öffentlichen Sitzung ins Schaumburger Dorfgemeinschaftshaus geladen hatte, nach wie vor an erster Stelle.

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Jedoch hatte eine Verkehrskommission, bestehend aus Polizei, Verwaltung, Landkreis-Straßenverkehrsamt sowie der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, im vergangenen Jahr die Örtlichkeiten geprüft und festgestellt, dass das Gefahrenpotenzial an der Osterburgstraße nicht größer sei, als an anderen Straßen auch. Somit wurde die vom Ortsrat geforderte Querungshilfe sowie eine Bedarfsampel abgelehnt. Vorgeschlagen wurde stattdessen, so Verkehrsingenieur Dirk Lueg von der Niedersächsischen Landesbehörde, auf beiden Seiten der Osterburgstraße (zu den Einmündungen Dahlienstraße und Am Ostertor) sogenannte Aufstellflächen für die Kinder zu schaffen - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der letzte Abschnitt der Dahlienstraße als reine Fußgängerzone ausgewiesen werde. Über diesen Vorschlag diskutierten die Ortsratsmitglieder - die unterschiedlichsten Meinungen kamen dabei zur Sprache. So machte August Beißner (CDU) keinen Hehl daraus, dass er überhaupt keinen Sinn in der Einrichtung einer autofreien Straße in Deckbergen sehe. Lieber sollte man im Bereich derPastor-Spannuth-Straße aktiv werden, anstatt "unten die Gelder zu verschwenden", so der Christdemokrat. Zudem wünscht er sich eine Schulwegsicherung für alle drei Ortsteile: "Warum ist nur Deckbergen betroffen und Schaumburg und Westendorf nicht? Darüber wird ja überhaupt nicht nachgedacht." Dem stimmte auch Antje Rinne (WGS) zu. Und nicht nur Deckbergen, Schaumburg und Westendorf seien davon betroffen, sondern auch die Kinder aus Ahe, Engern und Kohlenstädt, die ebenfalls die Grundschule in Deckbergen besuchen. Man müsse also überlegen, ob man auch dort entsprechende Konzepte ins Leben rufen solle. SPD-Sprecher Jürgen Henze findet eine Fußgängerzone hingegen nicht überflüssig: "Die Kinder sollten einen sicheren Schulweg bekommen - wenn wir gar nichts anderes bekommen, wäre das immerhin ein Kompromiss." Antje Rinne regte schließlich an, bezüglich dieser Option zunächst die Anlieger mit ins Boot zu holen. Diesen Vorschlag griff auch Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD) auf und schlug vor, möglichst zeitnah eine Bürgerversammlung ins Leben zu rufen. Die übrigen Ortsratsmitglieder stimmten Hülm - mit zwei Enthaltungen - zu. Abschließend teilte Jürgen Henze noch mit, dass die Pappfiguren, die Schulkinder darstellen und Autofahrer ans langsame Fahren erinnern sollen, in Arbeit sind und demnächst rund um die Grundschule aufstellt werden können.



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