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Förderantrag ist eingereicht / Beteiligung der Anlieger nicht mehr einkalkuliert

Fußgängerzone: Erneuerung 2008?

Hameln (ni). Die Stadt Hameln hat den Förderantrag für die Neugestaltung der Fußgängerzone eingereicht. Von einer Beteiligung der Anlieger an der Finanzierung des Millionen-Projektes ist darin nur noch am Rande die Rede. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gab den Antrag persönlich in Hannover ab und zeigte sich nach ihrem Besuch in der niedersächsischen Regierungsvertretung "optimistisch, dass wir weiterkommen", so Pressesprecher Thomas Wahmes.


Hameln (ni). Die Stadt Hameln hat den Förderantrag für die Neugestaltung der Fußgängerzone eingereicht. Von einer Beteiligung der Anlieger an der Finanzierung des Millionen-Projektes ist darin nur noch am Rande die Rede. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gab den Antrag persönlich in Hannover ab und zeigte sich nach ihrem Besuch in der niedersächsischen Regierungsvertretung "optimistisch, dass wir weiterkommen", so Pressesprecher Thomas Wahmes. Zwei Millionen Euro erhofft Hameln sich aus dem mit EU-Mitteln gefüllten Fördertopf, eine Million will sie selbst beisteuern, eine Million soll der Landkreis Hameln-Pyrmont bezahlen. So sieht es jedenfalls das im Antrag enthaltene Finanzierungskonzept vor. Weil aber die Einwerbung privater Gelder für öffentliche Vorhaben bei diesem Förderprogramm mit Punkten belohnt wird und mit der Punkteanzahl die Chancen auf einen Zuschuss steigen, widmet sich eine Passage in dem Antrag auch den Hauseigentümern. Laut Wahmes heißt es darin, "die Stadt könne sich vorstellen, dass Anlieger einzelne Maßnahmen unterstützen"; und für die sogenannten "Sahnehäubchen", wie etwa eine Rattenspur aus blauen Glassteinen, in die Tasche greifen. Ursprünglich hatten sowohl Politik als auch Verwaltung den Hauseigentümern eine andere Rolle zugedacht: Sie sollten eine von vier erforderlichen Millionen aufbringen. Und waren dazu auch bereit unter der Bedingung, dass die Sanierung der Fußgängerzone vor der Eröffnung des ECE-Shoppingcenters abgeschlossen ist. Sie zogen ihr Angebot aber zurück, als die Stadt - weil sie auf Fördermittel nicht verzichten wollte - die Sanierung auf die Zeit nach der Eröffnung von ECE terminierte. Die fehlende Million soll nun der Landkreis zuschießen, der auch schon andere Kreiskommunen mit einer 25-prozentigen Kofinanzierung von geförderten Projekten unterstützt hat. Ob sich der Kreis gegenüber der Stadt Hameln als genauso spendabel erweist, bleibt abzuwarten. Entschieden wird darüber erst, wenn der Bewilligungsbescheid für die Fußgängerzone vorliegt und Hameln eine gesicherte Finanzierung des Vorhabens nachweisen muss, um die in Aussicht gestellten Fördermillionen auch tatsächlich abrufen zu können. Die von der Stadt kalkulierten vier Millionen Euro sollen entsprechend dem Förderantrag in die komplette Erneuerung des Pflasters in Oster- und Bäckerstraße fließen und die Umsetzung des von der Bremer Architektin Anke Deeken entwickelten Beleuchtungskonzeptes inklusive Hervorhebung besonders markanter Gebäude ermöglichen.

Außerdem soll das Geld für ein Blindenleitsystem sowie einige Ausstattungselemente wie Bänke und Grün reichen. Ausgeklammert sind sowohl der Pferdemarkt mit Hochzeitshausterrasse als auch der Tunnel am Grünen Reiter. Eine Festschreibung von Details bedeute die Einreichung des Förderantrags ohnehin nicht, sagt Wahmes. Welche Bank wo platziert werden soll, welches Grün an welcher Stelle - dass werde erst und mit Beteiligung der Planungs- und Begleitkommission im Rahmen der "Ausführungsplanung" entschieden; die wiederum werde erst in Angriff genommen, wenn der Zuschuss zugesagt ist. Wie lange die Stadt darauf warten muss, vermag Wahmes nicht zu sagen. An dem von Lippmann formulierten Ziel, die Sanierung spätestens Ende Mai 2009 abgeschlossen zu haben, halte die Stadt zurzeit noch fest. Zur Erinnerung: Hameln hat sich für die Ausrichtung der Landesveranstaltung "Tag der Niedersachsen" im Jahr 2009 beworben. Dann begeht die Stadt die 725-Jahr-Feier zur Rattenfängersage, was in Kombination mit dem Niedersachsen-Tag zu einem Fest der Superlative werden soll. Als Termin ist seitens der Verwaltung der 26. bis 28. Juni 2009 vorgeschlagen worden.

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