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Verein fühlt sich für "Bolzen" auf der Wiese nicht verantwortlich / Pächter will Feld umpflügen

Fußballärger: TSV fordert Zaun für den A-Platz

Algesdorf (bab). Der TSV Algesdorf fühlt sich nicht verantwortlich dafür, dass auf der Wiese südlich vom A-Platz oft Fußball gespielt wurde. Anwohner hatten bemängelt, dass auf der landwirtschaftlichen Grünfläche Tore standen und dort reger Betrieb herrschte. Der TSV fordert finanzielle Hilfe, um den A-Platz einzuzäunen. So könnte der Verein die Situation besser kontrollieren, weil die Tore unzugänglich wären. Zudem würde der A-Platz geschont.

"Stop" für Bolzer: TSV-Vorsitzender Reinhard Matthias und Ehrenv

Der Bauausschuss des TSV, der den Bau desÜbungsplatzes am A-Platz organisiert hatte, teilte bei einem Pressegespräch mit, dass das Bespielen der Wiese vom Verein untersagt worden sei. In dem Ausschuss sind Vorsitzender Reinhard Matthias, Ehrenvorsitzender Uwe Heitmann, Hans-Heinrich Matthias und Horst Pfingsten. Die TSVler hatten auch die örtlichen Ratsherren Carsten Schulz (CDU) und Wilhelm Hartmann (SPD) zu dem Gespräch gebeten. "Hier wird Trainingstourismus betrieben", sagte Hans-Heinrich Matthias. Das Sportgelände sei nicht rund um die Uhr zu kontrollieren, deshalb werde die Wiese meistens von Kindern als Bolzplatz genutzt. Auch andere Vereine würden ihren Nachwuchs dort hinbringen und trainieren lassen. Nicht nur die Nachbarn müssten darunter leiden, der Verein tue das ebenso, da auch die offiziellen Plätze außerhalb der regulären Spiel- und Trainingszeiten benutzt würden. "Wir werden hier mindestens vier Schilder aufstellen, dass das Betreten des Spielfeldes außerhalb der Trainingszeiten verboten ist", sagt Vorsitzender Reinhard Matthias. Ebenso wie die anwesenden Vereinskollegen versicherte er, dass der TSV keine Handhabe besitze, wenn es um die Benutzung der Wiese ginge. Im Gegenteil, man sei froh, wenn die mobilen Tore nicht mehr hin- und hergeschleppt würden, da auch diese darunter leiden. "Ich bin es leid", sagt Pfingsten, der auch Pächter der Wiese ist, "im Herbst wird das Stück umgepflügt." Der Landwirt will die Wiese eigentlich zum Heumachen für Viehfutter verwenden. Doch die ständige Auseinandersetzung mit den Nachbarn hat ihn nun zu diesem Schritt bewogen. Zudem kürzten etliche Spaziergänger ihren Weg über die Wiese ab. Doch der TSV bleibt in der Zwickmühle. Er fürchtet, dass die "Bolzer" dann noch häufiger auf Sport- und Übungsplatz ausweichen. Die offiziellen Flächen müssen für 13 Mannschaften genügen. Ein Platz könne durchschnittlich 500 Stunden Spielzeit verkraften. In Algesdorf seien es 1300 Stunden für Punktspiele und Trainingszeiten. Den Vorschlag der Verwaltung, der Verein solle sich beschränken, lehnen die TSVler ab. "Wir sind ein Breitensportverein", so Reinhard Matthias. "Bei welchem Kind wollen sie da anfangen?" fragt sich sein Namensvetter. Die einzige Möglichkeit, die Probleme zu begrenzen, sieht der Verein darin, den A-Platz zu umzäunen. "Wir haben einen Antrag an die Stadt gestellt, dass hier ein Zaun hinkommt", sagt Heitmann. Doch wie berichtet, hatte der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege des Stadtrates keinen Zuschuss bewilligt. "Dabei haben wir eine Zusage vom Kreissportbund über eine finanzielle Unterstützung von 3200 Euro", so der TSV-Ehrenvorsitzende. Diese könne nur abgerufen werden, wenn das Spielfeld noch 2007 eingezäunt werde. Der Verein hofft, dass sich die Ratsherren Hartmann und Schulz dafür einsetzen. Siehe "Zum Thema"

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