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Fuhrmann will der Wirtschaftsschau ein neues Gesicht geben

SPRINGE. „Mit altem Konzept hat die Springer Wirtschaftsschau keine Perspektive mehr“: Messe-Organisator Detlef Fuhrmann will mit der zweitägigen Veranstaltung im September weg von einer Ausstellungsmeile und hin zu einem Erlebnis-Event.

Detlef Fuhrmann
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Nur wenn es gelinge „eine große Party zu feiern“, werde er auch in zwei Jahren wieder als Ausrichter zur Verfügung stehen.

80 Prozent der Standflächen für die Messe am 1. und 2. September sind bereits vergeben. Für den jetzigen Zeitpunkt eine gute Quote. „Ich werde ab dem 1. Juni richtig in Springe einsteigen“, sagt Fuhrmann, der im Sommer seinen 65. Geburtstag feiert und sich eigentlich zur Ruhe setzen wollte. „Aber so einfach ist das nicht“, meint er. Sein Kompagnon und designierter Nachfolger Markus Hammann hat so viel zu um die Ohren, dass Fuhrmann noch unentbehrlich ist.

Der Messe-Chef warnt seine Teilnehmer aus der Deisterstadt aber davor, sich nach zehn Jahren Wirtschaftsschau auf dem immer gleichen Konzept auszuruhen. Stattdessen fordert er eine Trend-Wende: Die Händler, Handwerker und Unternehmer sollten ihre Chance ergreifen, sich an dem September-Wochenende von ihrer sympathischsten Seite zu zeigen: „Die Besucher müssen vom Programm berührt werden. Die sollen doch nicht nur kommen, weil sie mal wieder einen Kugelschreiber oder einen Luftballon abstauben wollen.“

Auch wenn der Anteil des Internethandels stetig wächst, entscheide sich der Kunde wieder vermehrt für einen Dienstleister, dem er vertraue. Der Preis rücke dann sogar in den Hintergrund. Die Wirtschaftsschau müsse deshalb positive Erlebnisse und Freude transportieren, sie solle „die Fragen unserer Zeit beantworten“, wie Fuhrmann es formuliert.

Er sei aus dem Alter heraus, in dem er sich verbiegen müsse oder in dem es ihm ums Geld gehe: „Was für mich zählt ist, dass alle mitmachen.“ Fuhrmann geht noch einen Schritt weiter: „Wer nichts zu sagen hat, sollte besser zuhause bleiben“, meint er mit Blick auf Aussteller, die keine zündende Idee für das Wochenende haben.

Herzstück der Messe wird wie bei den vergangenen fünf Auflagen eine große Halle auf dem Museumshof sein. Dazu kommen zwei weitere Zelte. Auf dem Parkplatz vor dem Rathaus (Burghof) ist dieses Mal aus logistischen Gründen statt eines Zelts eine große Ausstellungsfläche unter freiem Himmel geplant. In der Halle wird es eine Bühne mit Laufsteg geben. Das Programm gestalten die Aussteller.

Fuhrmann macht keinen Hehl daraus, dass er am liebsten sogar vom Titel „Wirtschaftsschau“ abrücken würde: „Der ist nicht mehr modern.“ Eine gute Alternative habe er bislang aber noch nicht gefunden.



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