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Ab Montag bereiten bis zu 30 Baufahrzeuge den Boden vor / Bürgertelefon wird eingerichtet

Fürs Klinikum: Feldmark wird Baustelle

Vehlen. „Sie müssen entschuldigen“, sagt Claus Eppmann, „dass ich ein gewisses Grinsen nicht aus dem Gesicht bekomme.“ Wie dem Geschäftsführer des Klinikums Schaumburg geht es bei der gestrigen Pressekonferenz am Kreiskrankenhaus Stadthagen auch den Repräsentanten der Agaplesion AG, der Stiftung Krankenhaus Bethel und des Landkreises. Der Grund ist die Botschaft, die das Sextett überbringen will: „Auf der Baustelle in der Vehler Feldmark beginnen kommenden Montag, 14. Oktober, die Bodenarbeiten für den Neubau des Klinikums.“

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Matthias Werth von der Stiftung Krankenhaus Bethel GmbH drückt es bildlicher aus: „Ich sehe das helle Licht am Ausgang des Tunnels.“ Das zwar summa summarum eineinhalb Jahre später als zunächst ins Auge gefasst, aber: „Die Zeitverzögerung und die Umplanung haben sich gelohnt“, ist Eppmann überzeugt. Denn vor allem in den zurückliegenden sechs Monaten sei nochmals intensiv an den Bauplänen gearbeitet worden. Ergebnis: „Das neue Gebäude wird noch kompakter – bei gleicher Funktionalität.“ Das Klinikum werde künftig nur noch Ein- und Zweibettzimmer bieten, der komplette Komplex unterkellert sein; so soll es zusätzlichen Platz für Logistikräume geben. Stichwort Untergrund, Stichwort „Sumpfklinik“: Nach langwierigen Berechnungen und Simulationen des Grundwasserspiegels „können wir jetzt auf die zunächst geplante meterdicke Kiesschicht unter der Bodenplatte verzichten“, freut sich Eppmann. Besagte Kiesschicht müsse nun nur noch 20 bis 30 Zentimeter stark sein, „wie bei jedem Häuselbauer auch“.

„Durch die neue Anordnung der drei Gebäudekuben können wir das Baubudget von 130 Millionen Euro einhalten und trotzdem alle notwendigen Abteilungen integrieren“, unterstreicht der Geschäftsführer. Technologiepartnerschaften gebe es dabei ebenso wenig wie Auslagerungen.

„Wir profitieren von den Erfahrungen beim Bau unseres Diakonieklinikums Hamburg“, berichtet Gerhard Hallenberger. Der Vorstand der Agaplesion AG glaubt: „Durch den Zusammenschluss unter einem Dach wird das Leistungsangebot für die Bevölkerung erweitert und auf eine neue Qualitätsstufe gehoben.“

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Doch zurück in die Feldmark: Zwar sind dort bereits jetzt drei Kleinbagger mit dem Verlegen der Trinkwasserleitung zur Baustelle beschäftigt, „aber die richtig großen fünf oder sechs kommen erst Montag“, berichtet Georg von Luckwald. Der Landschaftsarchitekt: „Dann werden sich auf dem Gelände 25 bis 30 Baufahrzeuge bewegen.“ Sie tragen den Oberboden ab, schaffen Schotterflächen für Lager-und Stellplätze sowie für die Baustraße.

„Ein Teil dieses Oberbodens“, so von Luckwald, „wird vor Ort in Mieten gelagert und später wieder verwendet, ein anderer Teil auf umliegende Äcker verteilt“. Gleichzeitig wird das Regenrückhaltebecken (HQ 50) ausgebaggert, werden die Entwässerungsgräben ertüchtigt. Ertüchtigt wird auch der Wirtschaftsweg an der Westseite; zugleich wird eine neue Fußgängerquere im Norden des Klinikgeländes gebaut.

Kommt hinzu: „Parallel zu diesen Erdarbeiten legen wir direkt am Klinikum die Ausgleichsflächen an“, ergänzt der Landschaftsarchitekt. Last, but not least werden – einige – Bäume (Pappeln) gefällt und Hecken zurückgeschnitten; sie stehen den An- und Abflugkorridoren des am Klinikum entstehenden Hubschrauberlandeplatzes im Weg. Ziel ist es, all diese Arbeiten möglichst bis zum 10. Dezember abzuschließen – ehe der Frost im Boden ist. „Ende 2013“, sagt Klaus Heimann, „wollen wir dann mit der Anlage der Kreisstraße 73n anfangen.“ Der Pressesprecher des Landkreises Schaumburg betont, dass Klinikums- und Straßenbau gleichzeitig erfolgen werden. Heimann: „Wir werden alles tun, damit es bei dem Projekt nicht zu weiteren Verzögerungen kommt.“ Die Kreisstraße soll im Jahr 2015 fertig sein. Den Beginn der Hochbauarbeiten in der Feldmark terminiert das Sextett auf das Frühjahr 2014.

Hinweis: Für die Bevölkerung wird ein Bürgertelefon eingerichtet: Der Anschluss soll dienstags und donnerstags jeweils in der Zeit zwischen 9 und 11 Uhr erreichbar sein: (0 57 21) 701-555.



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