×
Der „Supertalent“-Zweitplatzierte Andreas Hruska im NDZ-Interview

„Für mich ist Musik mehr, als nur ein voller Geldbeutel“

„Das Supertalent“ ist die deutsche Version der britischen Castingshow „Britain’s Got Talent“ – die achte Staffel des Formats wurde vom 28. September bis 20. Dezember 2014 beim TV-Sender RTL ausgestrahlt. Laut Televoting-Ergebnis gewann Marcel Kaup (Pop-Gesang & Travestie) mit 24,41 Prozent vor Andreas Hruska (19,45 Prozent. In der Jury saßen erneut Dieter Bohlen, Lena Gercke, Guido Maria Kretschmer und Bruce Darnell. Moderiert wurde die sonnabends ausgestrahlte Sendung von Daniel Hartwich. Obwohl Dieter Bohlen Andreas Hruska im Vorfeld direkt in die Live-Show gebuzzert hatte, reichte es für den gebürtigen Simbacher letztendlich doch nicht, um auf das Goldtreppchen zu springen.

„Natürlich wäre es toll gewesen, wenn ich die 100 000 Euro gewonnen hätte – so war ich halt „Der Gewinner der Herzen“ und konnte „i“ bleiben. Auf diesem Weg habe ich einen gewissen Bekanntsheitsgrad erreicht – jetzt muss aber gekämpft werden, um die Vorgabe zu nutzen“, verriet uns der 27-Jährige im Rahmen des Interviews.

Dass nicht alles Gold ist, was glänzt und das Zauberwort „Anpassung“ heißt, ist dem Bayer schnell klar geworden. Nachdem er mit dem Andreas-Gabalier-Song „Amoi seng ma uns wieda“ mit dem „Goldenen Buzzer“ direkt in die Finalshow geschossen wurde, wollte er mit einem selbst komponierten Lied das Finale bestreiten.

Andreas: Ich wollte meine Eigenkomposition „Crazy World“ performen, was die Redaktion nicht wirklich cool fand, zudem wollten die nicht, dass ich mich als Revoluzzer präsentiere. Also hat man mir nahegelegt, mich für einen ihrer drei Vorschläge zu entscheiden. Mit „Keine ist wie du“ habe ich mich dann für einen Titel von Gregor Meyle entschieden.

2 Bilder
„Mein musikalisches Vorbild ist Jim Morrison von den Doors. Der hat zwar exzessiv gelebt, aber sein Ding durchgezogen“, verriet uns Andreas.

Nach dem Auftritt von Andreas Hruska sind alle Jurymitglieder begeistert, wobei es Bruce Darnell auf den Punkt brachte: „Du hast in deinem Leben viel Scheiße erlebt. Und das merkt man in der Musik. Du hast keinen Glamour oder so. Du bist pur auf der Bühne. Das ist für mich ein Supertalent.“ Auch der Pop-Titan lobte ihn und bot ihm sogar eine Zusammenarbeit an.

Andreas: In Bayern sagt man so schön: „Mir san mir – i bleib i“. Ich wollte mich von Dieter Bohlen und der Plattenfirma einfach nicht verbiegen lassen. Die wollten mich in eine Schublade pressen – da habe ich dankend abgelehnt. Wenn Herr Bohlen sagt, ich habe da etwas für dich und du lehnst ab – dann war es das auch für ihn. Engen Kontakt habe ich nur noch zu den Filieri-Brüdern und Patrick Müller-Klug – ansonsten ziehe ich mein Ding allein durch.

Der gelernte Kfz-Mechatroniker fand zur Musik, als er fast zwei Jahre in Australien lebte und dort im Rahmen seines „Work and Travel“-Urlaubs viele begeisterte Musiker kennenlernte. Angemeldet zu der Castingshow hatte ihn seine damalige Freundin Michaela, mit der er bis zur Trennung in Österreich lebte.

Andreas: Eigentlich wollte ich gar nicht in eine Castingshow, bin aber im Nachhinein doch froh, dass ich die Sache dann auch durchgezogen habe. Natürlich möchte ich auch mit der Musik Geld verdienen – wichtig ist für mich jedoch, dass ich meine musikalischen Botschaften hinaus in die Welt tragen kann. Zugegeben, wenn ich die 100 000 Euro gewonnen hätte, der nächste Flieger nach Australien wäre meiner gewesen. Das würde ich auch tun, wenn ich nicht weiterkommen würde.

Dass das nicht passiert, dafür sorgen zurzeit Toni Kierakowitz aus Bad Münder und Tobias Berger aus Springe, die das Vertrauen des Bayern gewonnen haben und sich das Management teilen.

„Es gab viele Anfragen – was die beiden mir vorgeschlagen haben, klang sehr plausibel. Sie versuchen das umzusetzen, was ich mir vorstelle und haben mir nicht das Blaue vom Himmel versprochen“, gab uns Andreas noch mit auf den Weg.

Der Singer/Songwriter und „Supertalent“-Zweitplatzierte Andreas Hruska ist mit seinen beiden Beratern auf der Suche nach einer Plattenfirma und einem geeigneten Produzenten.

Text und Fotos: Lars Andersen




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt