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Jugendforum Buchholz informiert sich bei Hasse / Ritt auf Pony Ronja / Großer Maschinenpark beeindruckt Kinder

Für Marienkäfer und Bienen besteht keine Gefahr

Heeßen/Buchholz (sig). Man kann auf dem Lande wohnen und dennoch keine Ahnung von einem Bauernhof haben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Es gibt inzwischen immer weniger landwirtschaftliche Betriebe. Wenn zum Beispiel das Buchholzer Jugendforum dem Nachwuchs des Ortes zeigen will, wie es in einer solchen Einrichtung zugeht, dann muss man schon ein Dorf weiter ziehen - nämlich nach Heeßen zur Familie Hasse.

Auch Getreide kann von Krankheiten befallen werden. Dirk Hasse e

In deren Betrieb ist alles viel größer und moderner als üblicherweise, aber dafür gibt es einen guten Grund: Hier handelt es sich um ein Unternehmen, das seit vielen Jahren unter anderem als Dienstleister für andere Landwirte tätig ist. Das verrät bereits die Bezeichnung "Agrar-Service". Entsprechend umfangreich und technisch auf neuestem Stand ist der Maschinenpark. Natürlich bereitete es dem Dutzend Jungen und Mädchen besonderen Spaß, einmal am Lenkrad eines der haushohen Mähdrescher oder der riesigen Zugmaschinen zu sitzen, die unter anderem zum Pflügen und Säen eingesetzt werden. Hier streut niemand mehr den Samen mit der Hand aus oder ergreift eine Sense, um Gras oder Korn zu mähen. Juniorchef Dirk Hasse erläuterte der aufgeweckten Kinderschar die Arbeitsabläufe. Er sagte den jungen Gästen zum Beispiel, welche Nährstoffe Kulturpflanzen benötigen, um zu wachsen und für eine gute Ernte zu sorgen. Etwa 80 Prozent des auf dem Land verteilten Düngers, zu dem vornehmlich Stickstoff gehört, werde vonden Pflanzen aufgenommen. Auch auf die Behandlung von Pflanzenkrankheiten, die zum Ernteausfall führen können, ging Dirk Hasse ein. "Heute haben wir so moderne Mittel, dass keine Gefahr besteht für die nützlichen Bienen und Marienkäfer", ließ er die Kinder wissen. Natürlich wollten sie auch wissen, was da in dem großen Mähdrescher passiert, bis das gedroschene und ausgesiebte Korn aufden Hängern der Zugmaschinen landet. Immer ein besonderer Anziehungspunkt sind die neugeborenen Kälbchen. Zum Kuscheln sind sie bereits zu groß, aber streicheln möchte man sie allzumal. Auf diesem Hof gibt es übrigens nur weiße Kühe und Rinder. Sie gehören zur Charolais-Rasse, die ursprünglich aus Frankreich kommt. Zum Abschluss durften alle Jungen und Mädchen eine Runde auf dem Pony Ronja reiten, das ob dieser zusätzlichen Dienstleistung erst mit einer Handvoll Möhren gnädig gestimmt werden musste. Steffi Hitzemann dankte Dirk Hasse im Namen der Kinderschar mit einem Präsent und einem Schreiben mit den Unterschriften der kleinen Gäste, die im Gegenzug alle eine Mütze erhielten. Zusammen mit den beiden zusätzlichen Betreuerinnen Ulrike Krause und Doris Buchholz wanderte die Buchholzer Abordnung dann auf dem Aueweg wieder heimwärts.

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