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Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands Bad Münder / Petra Joumaahs Landtagskandidatur amtlich

Für alle Fälle: Boxhandschuh für Siegmund

Bad Münder (lil). Jetzt ist es amtlich: Bad Münders Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah (CDU) will für den Landtag kandidieren und somit die Nachfolge von Parteifreundin Ursula Körtner antreten (wir berichteten). „Das haben wir Samstagabend einstimmig beschlossen“, äußerte Vorsitzender Hans-Ulrich Siegmund gestern Vormittag während des Neujahrsempfangs seines CDU-Stadtverbands.

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Um Joumaahs Kandidatur ging es jedoch nur am Rande: Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in der Stadt Bad Münder, für das Siegmund antritt, stand im Fokus der Traditionsveranstaltung.

Rund 60 Mitglieder und Freunde der Partei waren der Einladung in die RohmelbadGaststätte gefolgt. „Das ist schon unser zehnter Neujahrsauftakt“, so Siegmund. „Angefangen hat damit meine Vorgängerin Dagmar Niemeier.“ Siegmund begrüßte besonders herzlich den in Bad Münder lebenden Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Rainer Timmermann. Auch dankte er den Trägern des Ehrenrings, Kreistagsmitglied Barbara Otte-Kinast sowie den Ortsbürgermeisterinnen Elke Osterkamp (Beber-Rohrsen) und Petra Joumaah (Bad Münder). „Wir sind eine CDU-Familie“, stellte Siegmund heraus.

Als einen Erfolg 2011, den die CDU größtenteils auf den Weg gebracht hatte, bewertete der Stadtverbandsvorsitzende den Neubau der Kindertagesstätte Bakede. Nachdem beim Frühstückstreffen der Senioren-Union Stimmen laut geworden waren, der Landkreis täte nichts für Bad Münder, betonte Siegmund: „13 Millionen Euro – das gesamte Geld, das der Landkreis für Schulen zur Verfügung hat – sind in die KGS Bad Münder geflossen. Das ist einmalig.“

Weiter stellte Siegmund heraus, dass er die Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklären wolle – Stichwort gute Kundenbetreuung. „Das habe ich 26 Jahre lang als Vertriebsmann gemacht.“ Er habe vor, die Situation für Gewerbetreibende zu verbessern. Lob fand Siegmund für die Verwaltung, die trotz Bürgermeister-Vakanz unter Marcus Westphal gut funktioniert habe.

Landtagsabgeordnete Körtner: „Wenn es den Zukunftsvertrag nicht gäbe, nähme hier ein vom Innenminister eingesetzter Sparkommissar das Zepter in die Hand.“ Symbolisch überreichte sie Siegmund einen roten Boxhandschuh. „Du wirst die Ärmel hochkrempeln müssen, für die Stadt und die Bürger kämpfen müssen. Den kannst du als Warnung in deinem Bürgermeisterbüro aufhängen.“

Eine Spitze gegen SPD-Bürgermeisterkandidat Hartmut Büttner als Reaktion auf Heinrich Söfjers Kommentar, Siegmund solle weiter bei Siemens arbeiten, konnte sich Körtner nicht verkneifen: „Lassen wir den guten Verwaltungsmann in Hessisch Oldendorf.“

Ehrungen rundeten das Programm ab: 60 Jahre Mitglied in der CDU ist Willi Niebuhr. 40 Jahre halten Rudolf Döring, Gundolf Koch, Burkhardt Braess, Bernhard Graver und Wilhelm Lohmann der Partei die Treue.

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