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Grund: Ausgiebige Prüfung beim Bodenaushub fürs Klinikum / „Erster Spatenstich“ in der ersten Julihälfte

Fünf Wochen Verzug für Baugrube

Vehlen. Eine „ausgiebige Prüfung“ der Frage, ob mehr Boden als zunächst geplant auf der Klinikums-Baustelle in der Vehlener Feldmark verbleiben kann, hat dazu geführt, dass sich der Beginn des Aushubs der Baugrube um vier bis fünf Wochen verzögert hat. Damit die Kostenschätzung eingehalten und ein korrektes Leistungsverzeichnis erstellt werden kann, habe es obendrein nochmals eine enge Abstimmung der für die Außenanlagen zuständigen Planer geben müssen. Das berichtet Claus Eppmann auf Anfrage dieser Zeitung. Der Geschäftsführer der Krankenhausprojektgesellschaft: „Wir sind mit unseren Planern deutlich ins Gericht gegangen. Die Verzögerung ist nicht in unserem Sinne.“

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Immerhin: Die Submission zum Thema „Bodenmanagement“ – konkret: zum Aushub der Baugrube – ist am 27. Mai erfolgt. „Es haben sich vier Unternehmen aus unserer Region beworben“, berichtet Eppmann. Derzeit laufe die Auswertung. Nach deren Abschluss in etwa 14 Tagen würden umgehend die Aufträge vergeben. „Anfang Juli“, so der Geschäftsführer, „erfolgt dann der erste ,Spatenstich’ an der Baugrube“. Der konkrete Zeitpunkt – sprich: der genaue Tag – sei vom Ergebnis der Vertragsverhandlungen abgängig. Angedacht ist derzeit der Zeitraum zwischen dem 7. und dem 11. Juli.

Nach Berechnungen des Projektmanagements werden für die Baugrube in der Feldmark etwa 68 000 Kubikmeter Boden ausgehoben; davon sollen 16 000 Kubikmeter auf dem Klinikumsgelände verbleiben; sie werden nach der Zwischenlagerung wieder auf dem Areal ausgebracht. Eppmann: „Der große Rest des Bodens wird abgefahren.“ Auf welche Deponien er gekarrt wird, auch das wird Gegenstand der besagten Vertragsverhandlungen sein.

Dass nicht mehr als 16 000 Kubikmeter in der Feldmark verbleiben können, liege daran, dass sich zunächst für den Aushub ins Auge gefasste Felder am Ende als doch nicht geeignet gezeigt hätten; das aufzutürmende Erdreich komme nämlich zu nahe an die Starkstromleitung des örtlichen Hochspannungsmasten heran.

Eppmann zufolge soll es Ende Juni ein weiteres Treffen des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit geben, in dem die betroffenen Bürgermeister sitzen. Das Projektmanagement will sie dann darüber informieren, an welchem Tag die Baggerarbeiten an der Baugrube starten. „Es gibt dann auch Antworten auf die Frage, wann die Arbeiten des Morgens beginnen und des Abends enden werden“, so der Geschäftsführer.

Informiert werden soll ferner darüber, welche Strecken die Lastwagen fahren und in welcher Frequenz die Transporte erfolgen. Mit anderen Worten: Mit welchem Lkw-Aufkommen die Bürger der Nachbargemeinden in den nächsten Monaten rechnen müssen.

„Unmittelbar“ nach dem besagten Treffen des Arbeitskreises soll dann auch die Bevölkerung in Ahnsen und Vehlen im Rahmen von Bürgerversammlungen über die obigen Dinge informiert werden; das soll in engem Schulterschluss mit dem Landkreis Schaumburg geschehen. „Denn den Bürgern ist es egal, ob die Erde, die ein Lkw transportiert, vom Bau der neuen Kreisstraße oder aber vom Bau des neuen Klinikums stammt“, so Eppmann.

Damit auch diejenigen, die nicht zu den Versammlungen gehen können, auf dem aktuellen Stand der Dinge sind, will das Projektmanagement Info-Flyer drucken lassen und das auf den Versammlungen Vorgestellte verschriftlichen. „Last, but not least“, so der Geschäftsführer, „wird das bereits bekannte Bürgertelefon zur Baustelle verstärkt besetzt sein“.

Für Anfang Juli ist die Submission der Hochbauarbeiten geplant. „Beginn des Hochbaus wird dann Anfang September sein“, rechnet der Geschäftsführer. Begonnen werden soll zunächst mit dem Nordkubus, es folgen der West- und dann der Ostkubus. Dabei gilt: Während am Nordkubus schon „hoch“ gebaut wird, wird an den anderen beiden Kuben noch die Erde ausgehoben.

Geht – diesmal – alles nach Plan, wird irgendwann in den ersten beiden Oktoberwochen die Grundsteinlegung für das Klinikum erfolgen. tw



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