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Die Stadt stellt Stationen auf, an denen Herrchen die Hinterlassenschaften seines vierbeinigen Lieblings entsorgen kann

Fünf Hunde-Hilfen für die innere Sauberkeit

Obernkirchen (rnk). Zum Abziehen einer blauen Mülltüte von einem grauen Objekt reichen zwei Hände völlig aus. Bürgermeister Oliver Schäfer hat daher zur Einweihung der neuen Hundestationen mit Barbara Roeder-Schmidt und Joachim Gotthardt nicht weitere Helfer eingeladen, sondern zwei Symbolfiguren: Gemeinsam wollte das Trio verdeutlichen, dass hier eine Stadt geschlossen hinter einer Maßnahme steht.

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Denn die Hinterlassenschaften der Hunde in der Innenstadt sind ein Problem, das die Stadt seit langenärgert - und die Bürger auch, wie sich bei den Sitzung zur Zukunft der Innenstadt noch einmal deutlich herausstellte. Dort wurde die Verunreinigungen durch Hunde als richtig gravierendes Problem bezeichnet. Über den Lenkungsausschuss des Stadtmarketings, dem Gotthardt als Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins und Barbara Roeder-Schmidt als Chefin des Verkehrs- und Verschönerungsvereins angehören, wurde daher beschlossen, dass fünf Hundestationen durch die Stadt angekauft werden: Hier kann Herrchen nach dem Geschäft seines Vierbeiners kostenlos eine Tüte entnehmen und die Hinterlassenschaft entfernen. Die Doggy-Stationen wurden im La-Flèche-Park, am Eingang zum Parkplatz Kurze Straße, an der öffentlichen Toilette am Marktplatz, am "Schneckenweg" zur Schule und mitten in der Fußgängerzone aufgestellt. Schäfer hat das Thema "Hundestationen" auch in die Ortsräte tragen lassen. Unter den "Mitteilungen der Verwaltung" gibt es das Angebot, in den Orten ebenfalls Stationen aufstellen zu lassen. In Krainhagen ergab sich vorgestern dabei eine - vielleicht - überraschende Debatte. Nahezu jedes Mitglied konnte eine Geschichte erzählen, die im Kern alle um ein Thema kreisten: Gibt es ein freies Grundstück oder ein Waldgelände mit nahegelegenem Parkplatz, dann dauert es nicht lange, bis Autos vorfahren und die Hunde losgelassen werden - und Wiese, Gelände oder Waldstück sind öffentliche Vierbeiner-Toiletten. Sogar aus Minden kämen Hundebesitzer, hieß es im Ortsrat. Die Stadt zumindest ist durchaus gewillt, den Kampf um die innere Sauberkeit, also im Zentrum der Stadt, ernst zu nehmen. Mit der Aufstellung der Hunde-Stationen hat sie ein Instrument, um auch rechtlich eingreifen zu können, ließ Schäfer durchblicken. Denn jetzt haben Hundebesitzer keine Ausrede mehr, wenn sie sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Lieblinge kümmern. Rein rechtlich sind sie dazu sowieso verpflichtet.



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