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Holocaust-Gedenken

Fünf Fragen und Antworten zu Yad Vashem

Der gebürtige Hamelner Max Nagler versteckte während des Zweiten Weltkriegs sechs Juden in seiner Wohnung und rettete ihnen damit das Leben. Nun wird ihm vom Staat Israel posthum eine hohe Auszeichnung verliehen. Die Gedenkstätte Yad Vashem prüft die Geschichten von Personen, die für diesen Titel vorgeschlagen werden. Wir beantworten fünf Fragen zu Yad Vashem.

Yad_Vashem_Hall_of_Names_by_David_Shankbone
Was bedeutet Yad Vashem?
Die Bezeichnung Yad Vashem ist hebräisch und bedeutet Denkmal und Name. Sie verweist auf einen Satz aus der Bibel (Jesaja 56,5):  „Und denen will ich ... ein Denkmal (Yad) und einen Namen (Shem) geben; einen ewigen Namen, der nicht vergehen soll.“

Welchem Gedenken dient Yad Vashem?
In Yad Vashem soll an den Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden erinnert werden. Der offizielle Name lautet:  „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“.

Wo liegt Yad Vashem?
Yad Vashem befindet sich in der israelischen Hauptstadt Jerusalem.

Wann wurde Yad Vashem errichtet?
Yad Vashem wurde am 19. August 1953 als staatliche Behörde gegründet. Bereits während des Zweiten Weltkrieges gab es erste Vorschläge zur Errichtung einer Gedenkstätte. Im Sommer 1947 wurde ein erster Plan für die Konstruktion am Berg des Gedenkens vorgelegt.

Was passiert in Yad Vashem?
In Yad Vashem werden Informationen rund um den Holocaust gesammelt, erforscht und an Studenten und Besucher weitergegeben. Die Gedenkstätte will aber auch die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen.  Yad Vashem ist kein eng begrenztes Gebäude, sondern ein weitläufiges Gelände mit einer Vielzahl von Skulpturen und einzelnen Gedenkstätten, wie die „Halle der Erinnerung“, das „Denkmal für die Kinder“ oder die „Halle der Namen“, der letzte Raum im Rundgang des Museums.


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