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Richtlinienüber Zuschüsse aufgehoben

Führerschein C: Gemeinde zahlt für Feuerwehrleute

Rehren (la). Durch dieÄnderung der Fahrerlaubnisverordnung können Inhaber des Führerscheins Klasse B nur Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen führen. Das führt bei den Ortsfeuerwehren zu Problemen, denn viele jüngere Feuerwehrleute besitzen nur den Führerschein B, und in den Ortsfeuerwehren der Gemeinde Auetal sind überwiegend Fahrzeuge vorhanden, die mit der Fahrerlaubnis der Klasse C zu fahren sind.

Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren aufrechtzuerhalten, wird es daher in Zukunft erforderlich sein, Mitglieder der Feuerwehren zu finden, die bereit sind die Fahrerlaubnis C zu erwerben. Die Kosten für die Ausbildung eines Feuerwehrmannes liegen bei etwa 1300 Euro. Die Gemeinde Auetal hat dem Feuerschutzausschuss während der jüngsten Sitzung in der "Alten Molkerei" den Vorschlag unterbreitet, den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr Auetal einen Zuschuss für die Führerscheinausbildung in Höhe von 1000 Euro zu gewähren. Außerdem sollen die notwendigen Kosten für die Verlängerung der Fahrerlaubnis (alle fünf Jahre notwendig) in Höhe von 100 Euro übernommen werden. In den bislang bestehenden Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen für den Erwerb der Führerscheinklasse C für Zwecke der Freiwilligen Feuerwehr Auetal, ist eine Kostenübernahme von 50 Prozent festgeschrieben. "Wenn Feuerwehrleute ihre Freizeit opfern, dann kann man nicht noch verlangen, dass sie bei der Ausbildung zuzahlen", sagte Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold. Die Kommunen seien für die Ausbildung zuständig und müssten für die Kosten aufkommen. Die aktiven Mitglieder der Feuerwehren würden schon viele Lehrgänge kostenlos machen. "Dafür nehmen viele Urlaub", stellte Nothold fest. Mit den Aktiven der Feuerwehr Rehren/Westerwald habe er bereits gesprochen, und niemand sei bereit, die Ausbildung mitzufinanzieren. "Man kann nicht auf der einen Seite Ehrenamtskarten verteilen und auf der anderen Seite Eigenanteile festlegen." "Was kommt da eigentlich an Kosten auf uns zu?", fragte Hans-Jürgen Bethge. "Ein bis zwei Feuerwehrleute müssten pro Jahr den Führerschein Klasse C machen, damit unser Bedarf ausreichend gedeckt ist. Schließlich müssen die Tanklöschfahrzeuge in Rehren und Rolfshagen zu jeder Zeit ausrücken können", so Nothold. Friedrich Gärling schlug vor, das Budgetdes Gemeindebrandmeisters um 2500 Euro zu erhöhen. Dem stimmt auch Andreas Watermann zu. "Das muss über das Budget geregelt werden." "Wir haben schon immer vertrauensvoll mit dem Gemeindebrandmeister und dem Gemeindekommando zusammengearbeitet. Der Gemeindebrandmeister schlägt uns im Feuerschutzausschuss ein Ausbildungsbudget vor und wir beraten darüber. Das sollten wir auch in Zukunft so machen und die Führerscheinausbildung über das Budget regeln", meinte auch der Bürgermeister. Diskutiert wurde noch, ob man die Feuerwehrmänner, denen die Ausbildung finanziert wird, für längere Zeit an die Ortsfeuerwehr binden kann. "Das ist rechtlich nicht zulässig. Die Ausbildung eines Gruppenführers kostet etwa 3000 bis 4000 Euro. Wenn der mir kurz danach sagt, dass er keine Lust mehr hat, dann kann ich daran auch nichts ändern", sagte Nothold und regte an, in Zukunft schon bei der Fahrzeugbeschaffung auf das Gewicht zu achten. "Auch 7,5 Tonnen reichen bei dem schweren Gerät das wir laden nicht mehr aus", so Nothold. Zurzeit istübrigens ein Feuerwehrmann mitten in der Ausbildung und wird demnächst die Prüfung für die Führerscheinklasse C ablegen.




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