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Frühstücken – und nette Leute treffen

Bad Münder. Einsamkeit ist ein großes Problem für viele ältere Menschen. Der Partner verstorben, der Kontakt zu den Kollegen von früher abgebrochen. Einsamkeit kann aber noch zu einem viel größeren Problem führen: Wenn sie in Sucht mündet.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Dass die Gefahr größer als bislang bekannt ist, hat Hildegard Wüstefeld im Rahmen des Projektes „Sucht im Alter“ herausgearbeitet. Das Problem, dass dabei deutlich wird: Es gibt eine nicht zu kleine Zahl älterer Menschen in Bad Münder, die nur über geringe finanzielle Mittel verfügen und stark vereinsamt sind. Durch die bestehenden, durchaus umfangreichen Angebote werden sie nicht erreicht. „Gerade Menschen, die sich durch Armut und ihre allgemeine Lebenssituation am Rande der Gesellschaft befinden, nehmen nicht an Veranstaltungen und Freizeitangeboten für ihre Altersgruppe teil, weil sie sich dort als Außenseiter fühlen. Andere erzählen vom Urlaub, vom Besuch bei den Kindern – sie können oft nicht mitreden“, sagt Wüstefeld. Die Suchtgefährdung steige durch die Einsamkeit an. Ein Projekt, das die Isolation durchbrechen soll, haben jetzt das Diakonische Beratungszentrum und die Tafel in Bad Münder ins Leben gerufen: Einmal in der Woche, freitags von 10 bis 12 Uhr, laden sie alleinstehende Menschen im Rentenalter sowie ältere Langzeitarbeitslose zum Frühstück ein. Eine Sozialpädagogin leitet das Treffen in ungezwungener Atmosphäre.

„Es entwickelt sich“, sagt Sozialpädagogin Astrid Hornfeck, die mit ehrenamtlichen Helfern das Frühstück vorbereitet. Bei heißem Kaffee und frischen Brötchen, zur Verfügung gestellt von der Tafel, lernen sich die Teilnehmer kennen, knüpfen Kontakte. „Sie erfahren Wertschätzung. Das kann Interesse an der Person, kann ein kleiner Blumenstrauß zum Geburtstag sein“, sagt Wüstefeld.

Weitere Informationen zum Frühstückstreff gibt es im diakonischen Beratungszentrum unter 05042/503490.



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