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Waldkinder hängen Nistkästen auf

Frühjahrsputz im Meisenhaus

COPPENBRÜGGE. Der Waldkindergarten am Ith e.V. bereitet alles für die neue Brutsaison vor.

Gesche Babinger zeigt den Kindern das alte Nest aus dem Nistkasten. FOTO: PR

„Sie fliegen immer wieder zu unserem Nistkasten und jetzt ist sogar eine drin“, ruft Jakob (5) ganz aufgeregt. Hellen (6) blättert derweil mit ein paar Kindern in ihrem mitgebrachten Vogelbuch, vergleicht die Merkmale der verschiedenen Meisen und lässt sich den Text von Kim Rennemann, Erzieherin im Waldkindergarten, vorlesen. „Es sind Blaumeisen.“ Da sind sich alle einig.

Die Kinder wissen schon von ihren Erzieherinnen und aus Erfahrung vom letzten Jahr, dass im Frühjahr die Nistkästen sauber gemacht werden müssen. Aber diese Kästen hängen hoch am Baum und sie selbst können da nicht dran. Aber die Erzieherinnen helfen ihnen, in dem sie sie ermuntern, den Förster um Hilfe zu bitten. Die Kinder fragen Förster Rebers, ob er ihnen helfen kann. Schon am nächsten Tag kommt Gesche Babinger, Forstinspektor-Anwärterin in der Revierförsterei Coppenbrügge, mit einer Leiter und einem Schrauber und reinigt gemeinsam mit den Kindern sämtliche Nistkästen rund um den Bauwagen. „Wir sind immer wieder sehr dankbar für die Unterstützung und den guten Kontakt zum Förster und seinen Mitarbeitern“, sagt Anne Gerhardt-Rodewald.

Das Thema Vögel begleitet die Kinder schon über einen längeren Zeitraum. Im Herbst wurden die Zugvögel wie Kraniche und Gänse mit großem Hallo verabschiedet, im Winter Vogelfutter hergestellt und im Wald und den heimischen Gärten angeboten. „Es ist interessant: Den Kindern fällt auf, dass es weniger Vögel werden und sie machen sich Gedanken, woran das hängt und wie wir sie unterstützen können“, sagen die Erzieherinnen. Nun werden die Kinder aus Weide Zaunkönigkugeln bauen, in die der Zaunkönig dann sein Nest bauen kann.

„Im Wald haben die Kinder unmittelbaren Kontakt zu vielen meist eher kleinen Tieren wie Hummel, Käfer, Kellerasseln und Tausendfüssler. Sie gehen sehr behutsam mit ihnen um. Das freut uns sehr. So wachsen ganz nebenbei Menschen heran, die die Umwelt schätzen, die Natur mit ihren Tieren und Pflanzen kennen und lieben und sich später vielleicht auch für deren Schutz einsetzen“, berichten die Erzieherinnen. „Ich frage, ob Papa oder Mama auch unseren Nistkasten sauber macht.“ Na, dann kann die Brutsaison ja losgehen.PR

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