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Sauberkeit ist Sicherheit / Auch vermeintliche Kleinigkeiten sind wichtig

Frühjahrskur fürs Auto

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Auch wenn der Winter vielerorts in Deutschland kein richtiger war, wird es mit den ersten Frühjahrs-Sonnenstrahlen Zeit für eine Frischekur fürs Auto. In zehn Schritten (siehe Grafik) erstrahlt das Fahrzeug wieder in neuem Glanz. Was warum getan werden muss – ein Überblick:

Sauberer Innenraum

Zunächst heißt es: Überflüssiges ausräumen wie Eiskratzer, Besen oder Schneeketten, denn unnötiges Gepäck kostet zusätzlichen Sprit. Beschlagen die Scheiben während der ersten warmen Tage, ist das ein Zeichen für Feuchtigkeit im Auto. Oft hilft es, die Teppiche zu trocknen, indem man sie außerhalb des Fahrzeugs auslegt. Gleichzeitig breitet man auf dem Boden des Pkw Zeitungspapier aus, damit es die Nässe aufsaugt, und öffnet Fenster und Schiebedach. Den Innenraum reinigt man mit dem Staubsauger. Fast alle Oberflächen samt Armaturenträger werden mit feuchten Mikrofasertüchern wieder rein, Sitze mit Polsterreiniger.

Glänzender Lack

Dann ist es Zeit, das Fahrzeug zu waschen – und zwar gründlich. Salz, Split und hartnäckiger Dreck müssen vollständig entfernt werden. Eine Vorreinigung mit Hochdruckreiniger verhindert, dass Schmutz in der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirkt und viele kleine Kratzer hinterlässt. „Jetzt lohnt sich auch ein teureres Waschprogramm mit Vor- und Unterbodenwäsche. Nur so lassen sich Salzreste des Winters zuverlässig entfernen, und Rostbildung wird vorgebeugt“, rät Josef Harrer, Pressesprecher des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Ist das Auto sauber, unterzieht man es einer genauen Sichtkontrolle. Lackschäden muss man schnell ausbessern, damit keine Folgeschäden entstehen – entweder mit einem Lack-Reparatur-Kit in Eigenregie oder bei größeren Schäden oder Rostbefall von der Fachwerkstatt. Auch ein Blick auf den Auspuff ist sinnvoll. Tür- und Haubenscharniere schmiert man mit ein paar Tropfen Öl oder Fett, damit sie nicht quietschen.

Neuer Durchblick

Für einen guten Durchblick erneuert man bei Bedarf die Scheibenwischer, denn gerade ihnen hat der Winter oft ordentlich zugesetzt. „Manchmal hilft es auch, sie mit einem weichen Tuch zu reinigen, wenn sie auf der Scheibe einen Schmierfilm hinterlassen“, sagt Harrer. Das Wischwasser tauscht man zudem gegen Sommerscheibenreiniger aus, säubert und prüft die Scheiben auf Steinschlag und lässt sie gegebenenfalls reparieren oder auswechseln. Ein oft wenig beachtetes, aber umso wichtigeres Element im Pkw ist der Innenraumfilter. Damit Pollen draußen bleiben und die Belüftung des Autos verbessert wird, wechselt man ihn im Frühjahr. Auch für die Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage ist es jetzt Zeit. Das ist allerdings Sache der Fachwerkstatt.

Passende Reifen

Von O bis O – also von Oktober bis Ostern – lautet die Faustregel. Und so ist es im April wieder an der Zeit, Sommerreifen aufzuziehen. Allerdings erst, wenn die Temperaturen konstant über acht Grad bleiben. Vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, der ARCD empfiehlt bei Sommerreifen jedoch drei Millimeter. So schwimmen die Pneus bei Nässe nicht so schnell auf. Sie sollten außerdem nicht älter als sechs Jahre sein, weil die Gummimischung mit dem Alter immer mehr verhärtet. Auch ein Sichttest lohnt sich vor der Montage. Prüft man dann noch den Luftdruck – der richtige Wert steht übrigens in der Tankklappe oder in der Gebrauchsanweisung –, ist das Auto perfekt vorbereitet für die Fahrt Richtung Frühling.

rd/arcd



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