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Rotary-Club Bückeburg betreut Austauschschüler und Gasteltern aus dem Dreieck Magdeburg, Eichsfeld, Schaumburg

Fröhliche Treffen in der alten Scheune von Gut Nienfeld

Pohle/Antendorf (nah). Drei Tage lang herrschte viel Trubel auf dem Gut Nienfeld zwischen Pohle und Antendorf. Erst tauschten 40 Jugendliche ihre Erlebnisse aus, die ihnen soeben in aller Welt widerfahren waren. Dann setzten andere junge Leute gewissermaßen erste Schritte auf norddeutschen Boden. Und Gasteltern informierten sich zu allen Fragen über ihren Familienzuwachs auf Zeit. Denn soeben hat ein neuer internationaler Jugendaustausch des weltweit agierenden Ro tary-Clubs begonnen. In Nienfeld trafen sich alle aktuellen Teilnehmer aus dem hiesigen Distrikt, der das Dreieck Magdeburg, Eichsfeld und Schaumburg umfasst.

Dass Michael aus Idaho oder Chris aus Neuseeland ins Schaumburger Land kommen und dafür Micha aus Lindhorst oder Andrea aus Rinteln ein Dreivierteljahr in Indien oder Brasilien verbringen können, ist Rotary International zu verdanken. 32 000 Klubs gibt es weltweit, zwei davon im Landkreis Schaumburg - in Bückeburg und Bad Nenndorf. Unter dem Radkranz-Symbol werden viele humanitäre Hilfen geleistet - und junge Menschen gefördert. Nach eigenen Angaben gilt das Jugendaustauschprogramm mit jährlich bis zu 10 000 Teilnehmern als das größte weltweit. Allein in Deutschland beteiligen sich mehr als 650 Heranwachsende. Die väterliche Mitgliedschaft bei Rotary ist dafür nicht erforderlich. Im Schaumburger Land koordiniert der Nienfelder Otto von Blomberg als Jugenddienstbeauftragter des Bückeburger Klubs die Entsendung hiesiger Teilnehmer in andere Nationen und auch die Betreuung junger Gäste in der Region. Inzwischen hat das Jahrestreffen der Rückkehrer ("Rebounds") und der soeben eingetroffenen jungen Ausländer mit deren Gasteltern auf seinem Gut bereits Tradition. Zudem treffen sich hier die "Rotexer". Das ist ein Verein ehemaliger Austauschschüler, der sich der Betreuung der kürzlich abgereisten neuen Schüler ("Outbounds") sowie der gegenwärtigen Gäste in Deutschland verschrieben hat. Als eine der wichtigsten Aufgaben gilt die Vorbereitung und Durchführung einer jeweils dreiwöchige Europareise, die Experten als vorbildlich ansehen. Von Blomberg ist von dem Austauschprogramm der Organisation mehr alsüberzeugt: Er beobachtet immer noch ein "ziemlich schiefes Bild Deutschlands im Ausland". Besonders aus Nordamerika berichten "Rebounds" über oft merkwürdige Fragen zu mitteleuropäischen Gegebenheiten. Deshalb sieht er die Betreuungsarbeit der "Rotexer" als sehr wichtig an und unterstützt diese nach Kräften. So stellt er Haus und Hof für deren Jahresversammlung zur Verfügung und bewirtet sie traditionell mit einem selbst erlegten Wildschwein am Lagerfeuer. Folgerichtig finden am nördlichen Süntelrand auch die weiteren zentralen Treffen für die Rückkehrer und für die neuen Gasteltern mit den "frischen Inbounds" statt. Rund 50 Gäste am ersten Abend und zur Jahresversammlung sowie beinahe 150 Personen beim großen Kennenlernen ließen es in der alten Scheune des Guts schon bedrohlich eng werden. Die soeben eingetroffenen Jugendlichen, die vorwiegend in Brasilien, Mexiko und Nordamerika zu Hause sind, konnten dabei feststellen, dass norddeutsche Gastfreundschaft sich ganz anders anfühlt als die kühle Witterung.




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