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Frühlingskonzert der Jugendmusikschule sehr gut besucht

Frischer Schwung und auch ein wenig Lampenfieber

Bad Münder (vob). Beste Stimmung trotz leicht überfüllter Aula herrschte beim Frühlingskonzert der Jugendmusikschule Bad Münder in der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule. Mit über 240 Gästen fanden sich weit mehr zu dem bunten Konzertabend ein, als die Organisatoren erwartet hatten.

Überzeugt durch Bührenpräsenz und Stimme: Carina Borcherding.

Die in der Musikschule engagierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen lieferten den Zuhörern einen zweieinhalbstündigen Ohren- und Augenschmaus. Kaum ein Instrument, das an dem Abend nicht zum Einsatz kam, kaum eine Musikrichtung, die ausgelassen wurde. Vom rührenden Auftritt der ganz Kleinen mit ein paar schiefen Tönen, die einfach dazugehören, bis zu professionellen Auftritten boten die Musikschüler am Sonnabend die ganze Bandbreite ihrer Kunst. Die ganz Kleinen vom Kinderchor der Grundschule Bakede entzückten die Zuschauer in Piratenmontur und ließen zu dem Lied „Piraten, Piraten“, unter Leitung von Sylke Lüdersen die Säbel rasseln. Die kleine Romina Manzey machte, offenbar völlig frei von Lampenfieber, mit „Bruder Jakob“ und „Hänschen Klein“ ihre ersten Gehversuche mit der Violine vor Publikum und erhielt großen Applaus.

Die größte Begeisterung unter den Zuhörern rief die afrikanische Trommelgruppe „Gentle Lions“ hervor. Unter der Leitung von Thomas Klawier, der rund um den Deister gleich mehrere Drum-Circles betreut, begeisterte die achtköpfige Truppe mit ihren Traditionals aus Sierra Leone und Guinea und brachte den gesamten Zuhörerraum zum Kochen. Da wurde auf Oberschenkeln mitgeklatscht, mit dem Fuß gewippt und den Fingern geschnipst – die Rhythmen, mit denen „Gentle Lions“ die Aula füllten, ließen niemanden kalt. Eine Trommlerin war die 16-jährige Sandra Bruck, die dem Ensemble seit nunmehr drei Jahren angehört und der der Spaß an ihrem Instrument bei ihrem Auftritt ins Gesicht geschrieben stand. „Die Trommel, die ich bespiele nennt sich „Djembe“ und hat so um die 200 Euro gekostet“, erklärte die junge Frau nach der Performance. Das Üben zuhause – ohne Nachbarschaftskonflikte – sei zwar auch möglich, dennoch freue sie sich jedes Mal auf das Zusammensein in der wöchentlichen Gruppenprobe, so die begeisterte Trommlerin.

Einen weiteren Höhepunkt setzte die Darbietung von Carina Borcherding. Die junge Sängerin wirkte bereits durch ihre Bühnenpräsenz wie ein echter Nachwuchsstar – mit den gesanglich anspruchsvollen Whitney Houston Klassikern „Greatest love of all“ und „I have nothing“ sang sie sich gefühlvoll und stimmgewaltig zugleich in die Herzen der Zuschauer.

JMS-Vorsitzender Andreas Seidel bedankt sich bei den jungen Akte
  • JMS-Vorsitzender Andreas Seidel bedankt sich bei den jungen Akteuren mit Blumen. Fotos: vob
Romina Manzey spielt „Bruder Jakob“ auf der Violine.
  • Romina Manzey spielt „Bruder Jakob“ auf der Violine.
Stellt sich am Alt-Saxophon vor: Celin Sommermeyer.
  • Stellt sich am Alt-Saxophon vor: Celin Sommermeyer.

31 Auftritte mit insgesamt 64 Protagonisten durfte das Publikum beim Frühlingskonzert erleben. Zum Abschluss gab es für die Nachwuchstalente Blumen vom Vorsitzenden der Jugendmusikschule Andreas Seidel.

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