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Frische Frühlingsgefühle aus Paris mit Operamobile

BAD MÜNDER. „Das passt so richtig zur Jahreszeit.“ Die beiden Seniorinnen, die die Plakate vorm Martin-Schmidt-Konzertsaal studieren, sind sich sicher. Mit einer 40-köpfigen Reisegruppe sind sie extra per Bus aus Braunschweig für den Operamobile“-Auftritt angereist.

Künstler und Publikum ganz nah: Tenor Tadeusz Galczuk nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise. Foto: Huppert

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Christoph Huppert Reporter

„Das ist eine Premiere für uns“, sagt Betreuerin Waltraud Maretzki. Die Mitglieder des Seniorenkreises aus Harxbüttel werden von GeTour-Mitarbeiterin Alexandra Dolle in Empfang genommen und von Heinrich Ehlebracht mit Kaffee und Kuchen versorgt. 120 Stück hat eine Flegesser Bäckerei angeliefert. „Die gibt’s hier im Foyer, drüben im Terrassencafé und im Hofcafé Volker“, erklärt Ehlebracht.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn der musikalischen Frühlingsreise in die Stadt der Liebe bringt Tadeusz Slowiak die Gäste mit Akkordeonklängen in die rechte Stimmung.

Auch für die Chefin der münderschen Deister-Süntel-Bühne, Brigitte Kolde, ist der Operettennachmittag eine Premiere. „Ich bin neugierig geworden, weil beim letzten Mal auch Amateure mitgespielt haben sollen“, sagt Kolde. Sie plant, die niedersächsischen Seniorentheatertage nach Bad Münder zu holen. Den Nachmittag mit „Operamobile“ hat sie ihrer Freundin Hannelore Holmes zu deren 69. Geburtstag geschenkt.

Was folgt, ist eine schwungvolle, in der bewährten Form als bunte Melodienfolge von Bettina Delius auf die Bühne gebrachte Inszenierung. Ohrwurm reiht sich an Ohrwurm. Schnell erobern die Akteure um Alexander Senger die Herzen der knapp 120 Zuschauer. Die begeistern sich an Alexandra Diecks mitreißender Interpretation von Gershwins „I got Rhythm“ genauso wie an Paul Linckes Operetten-Evergreen „Lieb mich doch wieder wie einst“ oder dem bei diesem Thema unvermeidlichen „La Vie en Rose“. Zwischendurch verbreitet Alexander Senger mit Textrezitationen von Gabor von Vaszary, Erich Kästner und Ernst Hemingway auch literarisch reichlich Pariser Impressionen.

„Schön, wirklich schön“, so die einhellige Meinung der Gäste zur Pause, noch ganz unter dem Eindruck des fulminanten „Love changes everything“ des Erfolgskomponisten Andrew Lloyd Webber, das der Tenor und Spaßmacher Tadeusz Galczuk ins Publikum geschmettert hatte.

Auch die Gruppe aus Braunschweig war bester Stimmung. „Sicherlich bald wieder mal“, stellten die Besucher fest. Vielleicht am 15. oder 16. Mai, wenn an gleicher Stelle eine „Volksliedreise zum Mitsingen für große und kleine Leute“ startet. „Wir würden uns freuen, wenn dann auch mehr junge Besucher kämen“, hofft Alexandra Dolle.

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