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Wasserversorgung für gut drei Stunden unterbrochen / "Alt, kaputt und undicht"

Friedrichswald auf dem Trockenen - Stadtwerke wechseln Hydranten aus

Friedrichswald (crs). Ein ganzer Ortsteil hat gestern Vormittag auf dem Trockenen gesessen: Gut drei Stunden lang mussten die Einwohner von Friedrichswald ohne Wasser auskommen. Grund dafür waren dringende Reparaturarbeiten an einer Hauptversorgungsleitung: Mitarbeiter der Stadtwerke Rinteln haben in der Straße "Am Hang" einen Hydranten ausgewechselt. Während der Arbeiten wurde die Wasserversorgung unterbrochen.

Die flotten Monteure von den Stadtwerken: Joachim Warnecke (oben

Damit die rund 130 Einwohner des Taubenberg-Dorfes nicht eine Minute länger als unbedingt nötig ohne Wasser auskommen mussten, haben sich Peter Anders, Sven Kallweit und Joachim Warnecke gestern ab 8 Uhr mächtig ins Zeug gelegt. Bis 12 Uhr, so hatten die Stadtwerke zuvor angekündigt, könnten die Bauarbeiten dauern - schon um 11.15 Uhr hatten die drei flotten Monteure ihr Werk beendet. Rund 30 Jahre hatte der Hydrant bereits auf dem Buckel, schätzt Thomas Sewald als Technischer Leiter der Stadtwerke. "Der war alt, kaputt und undicht, da ist immer wieder Wasser rausgesickert." Von der Straße aus ließ sich der Reparaturbedarf jedoch gar nicht erkennen. Dass der Sickerschacht feucht ist, hatte erst die Feuerwehr bei ihren regelmäßigen Kontrollen der Hydranten festgestellt. Natürlich sei es ein "ärgerlicher Umstand", dass für die Arbeiten etliche Haushalte vom Wassernetz genommen werden mussten, räumt Sewald ein. "Wir geben uns alle Mühe, aber das ließ sich in diesem Fall nicht verhindern." Denn in Friedrichswald gibt es anders als zum Beispiel im dichter besiedelten Rintelner Stadtgebiet nur eine einfache Versorgungsleitung und damit keinen Alternativweg für das Wasser. Eine doppelte Leitung würde sich für den Taubenberg-Ortsteil aber nicht lohnen: "Die Durchflussmenge ist zu gering", erläutert Sewald. "Dann hätten wir das Problem von stehendem Wasser in den Leitungen - und das könnte irgendwann zu einer Belastung mit Keimen führen." Deswegen blieb in Friedrichswald gestern kurzzeitig der Wasserhahn trocken. Ob einzelne Haushalte tatsächlich dem Tipp der Stadtwerke folgten, vorsorglich ihre heimische Badewanne mit einem Wasservorrat zu befüllen, wurde allerdings nicht bekannt... Kuriose Notiz am Rande: Am Pfingsttor mussten wenige Haushalte für etwa zwei Stunden nicht nur auf Wasser, sondern auch auf Strom verzichten - hier legte ein Elektriker-Team der Stadtwerke zeitgleich einen Hausanschluss.

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