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Pflegemaßnahmen an der Grenze: Lücken in der Hainbuchenhecken schließen, Kirschlorbeer pflanzen

Friedhof: Der Planer dachte - und die Natur lachte

Obernkirchen (rnk). Der desolate Zustand, den die Friedhofsgrenze am Kollbergring und an der Rintelner Straße bietet, soll behoben werden. Neue Anpflanzungen und eine Aufstockung der Hecke empfiehlt der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

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Noch heute ist gut zu sehen, was sich die Planer vor Jahren gedacht haben. Große Steinquader bilden eine natürlich Grenze, dazwischen schließt einen Hainbuchenhecke die Lücken. Der Planer dachte, die Natur lachte. Denn auf dem Untergrund gedeiht die Hecke nicht, sie kümmert mehr schlecht als recht so vor sich hin. Und weil der Bauhof einst den falschen Kompost nahm, wucherte schnell das Unkraut und erdrückte alle anderen Pflanzen. In diesen Tagen blüht hier der Löwenzahn - und zwar reichlich. Ein weiteres Problem: Es fehlt dem gesamten Bereich hinter der Hecke an Pflege. Und dafür würde man auch künftig keine Zeit haben, ließen die Friedhofsmitarbeiter vorgestern im Gespräch mit den Ausschussmitgliedern durchblicken - unabhängig davon, welche Pflanzen hier künftig wachsen würden. Ein Beschluss war schnell gefasst: Die Hainbuchenhecke wird ergänzt, es wird viel Kirschlorbeer gepflanzt, weil der immer grün ist, schön aussieht und keine Probleme bereitet, außerdem wird teilweise der Boden ausgetauscht. Hinter der Hecke wird ein größter Teil des Bereiches dann frei gehalten und mit Rindenmulch abgedeckt. Das alles soll mit Hilfe des Bauhofes und in Eigenregie ausgeführt werden. Der freie Bereich soll auch die Pflege deutlich erleichtern. Wesentlich länger beschäftigte den Ausschuss die Frage, wie der Kauf der Kirschlorbeerpflanzen denn nun haushaltstechnisch zu behandeln sei. Schließlich ist der Haushalt für 2008 bereits verabschiedet und Mittel stehen daher nicht mehr zur Verfügung. Vielleicht als überplanmäßige Ausgabe? Oder als Nachtragshaushalt, Oder sollte man die ganze Maßnahme stückeln und mit dem beginne, was ohne großen finanziellen Aufwand machbar ist, wie Bürgermeister Oliver Schäfer vorschlug. Schäfer plädierte dafür, die Kosten zu ermitteln und zeichnerisch darzustellen, wo gepflanzt werden soll. Danach begab sich Horst Sassenberg (CDU) ins Grundsätzliche. Bei aller Haushaltsproblematik könne es doch nun wirklich nicht sein, dass man diese Maßnahme stückelt, von einem Nachtragshaushalt ganz zu schweigen: "So viel Geld sollte da sein, sonst sollten wir alles erst einmal lassen." Inhaltlich plädierte Sassenberg dafür, dass die Maßnahmen ein "einheitliches Bild" schaffen sollten. Beate Kranz (CDU) wollte anschließend wissen, seit wann das Problem bekannt sei und warum es dem Ausschuss nie vorgelegt wurde. Dass es Probleme mit der Mauer gebe, sei doch nichts Neues: "Darüber haben wir uns doch schon unterhalten, als Bernd Hellmannhier noch Kämmmerer war - und wie lange ist der nun schon weg?" Seit fünf Jahren, hätte die Antwort übrigens lauten müssen. Manfred Essmann (SPD) plädierte danach für neue Vorgaben, "damit endlich wirklich, wirklich was passiert". Eine gewisse Resignation war bei dieser Aussage des Ausschussvorsitzenden nicht zu überhören.



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