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Hospizgruppe kooperiert mit dem Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke

Freunde für die Familien sein

Obernkirchen (sm). Die Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal möchte neben der Begleitung schwerstkranker und sterbender Erwachsener auch Familien betreuen, in denen Kinder lebensbedrohlich erkrankt oder behindert sind. Im Vordergrund steht dabei, dass die ehrenamtlichen Hospizhelfer verlässliche Partner für die kranken, eventuell sterbenden Kinder, für die Eltern und die Geschwisterkinder werden. Also nicht die 91. Person, die aber auch schnell wieder wechseln kann und ersetzt wird, sondern zu einem Freund der Familie, der vielleicht über Jahre hin bestimmte Aufgaben übernimmt oder einfach nur da ist, zuhört, spielt, Plätzchen backt und auch Tränen abwischt.

Barbara Büsing-Schilling hat deshalb eine spezielle Schulung besucht, die das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke zur Ausbildung ehrenamtlicher Kinderhospizhelfer initiiert hatte. Viel Wissen wurde vermittelt, aber was vielleicht noch wichtiger war, es konnte in Rollenspielen nachempfunden werden, wie sich die Kinder, die Eltern, die Geschwister oder auch die Großeltern fühlen mögen. "Vieles hat nachdenklich gemacht, aber es war eine große Bereicherung für mich!" so sagt Barbara Büsing-Schilling, selber Mutter von drei erwachsenen Kindern, jetzt nach Abschluss der Ausbildung. "Ich freue mich auf meine neue Aufgabe, auch wenn ich weiß, wie schwer es sein wird, ein Kind in seinem Sterben zu begleiten." Durch die Ausbildung wurden die 15 ehrenamtlichen Kinderhospizhelfer auch von Elisabeth Lohbreier geleitet, die jetzt für die Koordination zwischen "Löwenherz" und den ambulanten Hospizdiensten zuständig ist. Sie hilft, ein funktionierendes Netzwerk in Niedersachsen aufzubauen und ist weiterhin Ansprechpartner für die Helfer. Ganz viel Rückendeckung hat Barbara Büsing-Schilling natürlich auch von ihrer Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal, ihrer Koordinatorin Dorit Werner, der Ansprechpartnerin fürs Auetal Angelika Held und Pastor Wilhelm Meinberg, die ihr mit Rat und Tat und offenen Ohren zur Seite stehen. Die Vermittlung einer Betreuung kann über "Löwenherz" geschehen, aber betroffene Familien können sich auch direkt an die Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal wenden. Unter der Telefonnummer (0177) 19 66 249 steht immer ein Ansprechpartner zur Verfügung. Die Begleitung des Hospizdienstes finanziert sichüber Spenden und ist für die betroffenen Familien kostenlos. Familien mit einem Kind, bei dem eine lebensverkürzende Erkrankung diagnostiziert wurde, können sich gern bei der Hospizgruppe melden.




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