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Känguru-Besitzer suchen Gesellschaft für „Bernhards“ Sohn

Freund für „Sputnik“ gesucht

Lüdersfeld (kil). Der Tod von Känguru „Bernhard“ hinterlässt Spuren in seinem alten Zuhause. Der vierjährige „Sputnik“, der verbliebene Sohn von Bernhard, vermisst offensichtlich seinen Vater und traut sich selbst bei strahlendem Sonnenschein nur zögerlich aus dem Stall. Die Besitzer, die Eheleute Schlupp, sind besorgt, meinen: Das Bennett-Känguru braucht „einen neuen Gefährten“.

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Aber das ist eben nicht so leicht, denn Kängurus kann man schließlich nicht einfach in der Zoohandlung kaufen. Das erste Känguru-Pärchen haben die Schlupps – fasziniert von der Tierart – vor rund zwölf Jahren von einem der letzten Züchter in Deutschland gekauft, erinnert sich Rainer Schlupp. Damit fing alles an. Seitdem sind schon so einige Kängurubabys aus dem Beutel und über die Wiese gehüpft. Rund dreieinhalbtausend Quadratmetern stehen den Kängurus auf dem tierreichen Anwesen der Schlupps zu. Um ein Känguru zu halten, sei keine besondere Erlaubnis nötig, betont Rainer Schlupp.

Kängurus sind aber nicht die einzigen Tiere der Schlupps. Außerdem „wohnen“ dort auch noch Ponys, Ziegen, Esel und andere tierische Bewohner. Mitten drin in seinem Gehege der kleine „Sputnik“, der seinen Namen der Tatsache verdankt, dass er als „Baby“ einen Riesensatz aus dem Beutel seiner Mutter gemacht und erst einmal im hohen Gras verschwunden sei, erklärt Andrea Schlupp. „Bernhard“ und seine bereits verstorbene Känguru-Frau „Bianca“ – die Schlupps geben ihren Tieren gerne Namen, die vor allem Kindern etwas sagen (Walt-Disney-Helden „Bernhard und Bianca“ oder die Märchen-Figuren „Hänsel und Gretel“) – stammen aus der zweiten Känguru-Generation.

Bennett-Kängurus sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich überwiegend von Gras, Ästen und Obst. „Sputnik“ bekommt zum Beispiel Weintrauben, Bananen und Brot zu fressen. „Mit dem Klima in Deutschland kommen die in Australien beheimateten Kängurus zurecht“, sagt Andrea Schlupp. Nur im Winter seien sie auf einen isolierten, mit viel Heu ausgestatteten Stall angewiesen. Tagsüber hatten sich die bisherigen Kängurus aber auch in den vergangenen, schneereichen Wintern nach draußen getraut. Auch wenn die Tiere in Menschennähe aufwachsen, sind sie nicht so zutraulich, wie man vielleicht erwartet. „Es sind keine Streicheltiere“, betont Rainer Schlupp. Mehr als zehn Jahre habe es gedauert, bis die Tiere auch Futter aus seiner Hand genommen haben.

Auf der Suche nach einem neuen Känguru sind die Besitzer aber nicht erst seit „Bernhards“ Verschwinden, denn um weiteren Nachwuchs bekommen zu können, bedarf es schließlich eines Weibchens.



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