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Seit 35 Jahren in die Berge Norditaliens / Mit dem eigenen kreativen Potenzial Langeweile im Keim ersticken

Freizeiten des Landesjugendpfarramtes sehr beliebt

Landkreis (wil). Mit der Urlaubsplanung beginnt im Landkreis Schaumburg auch wieder die Anmeldungen für Freizeiten. So werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 500 Jugendliche mit der evangelischen Kirche auf Reisen gehen. Was sie erwarten können und wie solche Freizeiten ablaufen, haben die Mitarbeiter des Landesjugendpfarramtes einmal genauer erklärt.

Klaus-Dieter Kiefer, Joachim Büge und Helmut Siebörger vom "Laju

"Seit 35 Jahren", antwortet Klaus-Dieter Kiefer auf die Frage, wie lange eigentlich das Ziel "Castagneto" von der evangelischen Jugend schon angesteuert wird. Das in den Bergen Norditaliens gelegene Anwesen mit Swimmingpool ist einer der Klassiker im "Programm" des Landesjugendpfarramtes. Ebenso wie die skandinavischen Länder erfreut sich "Castagneto" bei Jugendlichen und Mitarbeitern der Landeskirche einer großen Beliebtheit. Jedes Jahr aufs Neue bieten die "Laju"-Mitarbeiter bei ihren Freizeiten Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen das Nachdenkenüber Gott, die Welt und Jugendthemen, starke Erlebnisse mit vielen neuen Leuten sowie Fun und Action und gute Gespräche. "Oft spielt das Reiseziel nur vordergründig die wichtigste Rolle. Auf den Freizeiten selbst sind es dann die inhaltlichen Angebote und Gruppenprozesse, die die Faszination einer evangelischen Jugendfreizeit ausmachen. Auf Freizeiten werde ich als Jugendlicher angesprochen, mich ganz persönlich in eine Gruppe einzubringen, meine Fähigkeiten auszutesten und mich aufspannende Lebens- und Glaubensfragen einzulassen", beschreibt Joachim Büge vom "Laju" den Reiz der Freizeiten. "Gute Seiten - schlechte Seiten", "Ist mir das peinlich ..." und "Mit allen Sinnen" sind einige Themen der vergangenen Jahre. Da kommt es schon einmal vor, dass sich die Jugendlichen während einer Bibelarbeit gegenseitig die Füße waschen oder ein "Best-of-Moses-Clip" gedreht wird. "Parallel zu den inhaltlichen Einheiten werden auf unseren Freizeiten praktische Workshops angeboten, in denen Theater gespielt, gewerkelt oder ein Freizeittrailer erstellt wird", sagt Büge. Und auch sportliche Aktivität kommt nicht zu kurz. Die "freie Zeit" nutzen die Jugendlichen der Erfahrung nach, um mit dem eigenen kreativen Potenzial Langeweile im Keim zu ersticken - und zwar, in dem sie mit anderen etwas unternehmen. "Wenn dann auf dem Rückweg so ein Satz kommt wie ?Ich habe in den letzten 14 Tagen überhaupt nicht an meinen PC gedacht', ist das schon toll." Wichtig sei aber auch, dass dieses breit gefächerte Freizeitangebot ohne das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer kaum möglich wäre. Auch deshalb bietet das "Laju" jährlich zwei Mitarbeiterseminare auf Spiekeroog an, in denen pädagogische, rechtliche und geistliche Grundlagen sowie praktisches Handwerkzeug vermittelt werden, damit auch in den nächsten Jahren "faszinierende Freizeiterlebnisse" möglich sind. Einige Plätze sind noch frei.

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