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Keine Ganztagsbetreuung, dafür 77 Hortplätze an den Grundschulen in der Samtgemeinde Nienstädt und 20 in Niedernwöhren

Freiwilliges, aber notwendiges Angebot

Niedernwöhren/Nienstädt. Anders als in der Kreisstadt wird in den Samtgemeinden Niedernwöhren und Nienstädt keine Ganztagsbetreuung angeboten. Die Grundschulkinder können dort nach dem regulären Schulunterricht aber in einen Hort gehen. Die Plätze sind allerdings begrenzt, und die Betreuung kostet.

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Autor:

Kirsten Elschner und Tina Bonfert

In der Samtgemeinde Nienstädt stehen vier Hortgruppen mit 77 Plätzen zur Verfügung. Zwei Gruppen sind an der Grundschule Nienstädt und zwei in Seggebruch untergebracht. „Die Gruppen sind fast alle ausgebucht“, sagt Sandra Wiechmann, allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters. Pro Hortgruppe werden 20 Kinder von jeweils mindestens zwei Erziehern betreut. Die Eltern können je nach Bedarf wählen, an wie vielen Tagen sie ihre Kinder im Hort unterbringen. „Der Großteil der Kinder bei uns ist fünf Tage bis 15.30 Uhr hier“, sagt Hortleiterin Anett Panten.

Männerquote bei den Erziehern übererfüllt

Im Hort an der Grundschule Nienstädt kümmern sich insgesamt fünf ausgebildete Erzieher um die Grundschüler. „Mit zwei Männern erfüllen wir die Quote schon fast über“, meint Erzieher Björn Held schmunzelnd. Die Kinder wissen die Qualitäten von ihm und seinem Kollegen Lucas Cording anscheinend zu schätzen: „Die Männer können viel besser Fußball spielen“, verrät Max (10).

„Wenn das Angebot wegbrechen würde, hätten wir ein Problem“, so Michael Lütkebohnert. Er und seine Ehefrau sind berufstätig und daher darauf angewiesen, dass ihr Sohn Nils (8) – und ab nächstem Jahr auch Tochter Maike (5) – nach dem Unterricht im Hort bleiben kann. Auch Elisabeth Schwanke aus Liekwegen freut sich über das Angebot: „Wir sind sehr zufrieden mit der Betreuung, und auch den Kindern gefällt es gut.“ Ihr Sohn Max ist bereits das dritte Kind der Familie Schwanke, das den Hort an der Grundschule Nienstädt besucht. Der heute elfjährige Tom sei sogar das erste Kind unter drei Jahren im Kindergarten in Nienstädt gewesen, erklärt Schwanke.

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  • Spielen, Lernen, Basteln steht im Hort Niedernwöhren an. kil

Anders als die Ganztagsbetreuung in der Kreisstadt ist der Hort ein freiwilliges Angebot, das in der Samtgemeinde Niedernwöhren vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde. Bettina Blume war bis zu diesem Schuljahr 13 Jahre lang die Vorsitzende der Elternvertretung an der Grundschule Niedernwöhren. Selbst habe sie den Hort zwar nicht nutzen müssen, hält das Angebot aber für unbedingt notwendig. Schließlich gebe es auch zwei Ganztagskindergärten in Niedernwöhren für berufstätige Eltern – „und Mutti hört ja nicht plötzlich wieder auf zu arbeiten, wenn das Kind in die Schule kommt“, sagt sie.

Die Hortgruppe hat Platz für 20 Kinder, die sich auf die drei Grundschulen in der Samtgemeinde aufteilen. Um 13 Uhr holt der Bürgerbus die Schüler aus Meerbeck und Lauenhagen ab und fährt sie zum Hort in die Grundschule Niedernwöhren. Seit diesem Jahr hat die Gruppe, die von Susanne Jann und Nadine Janson betreut wird, einen eigenen Raum bekommen, weil dieser aufgrund der sinkenden Schülerzahlen frei geworden war. Im Hort bekommen die Grundschüler Mittagessen und machen Hausaufgaben. „Spielen, Lernen, Basteln!“ – so fassen es die Hortkinder zusammen.

Die Nachfrage ist „wahnsinnig gestiegen“, sagt Schulleiterin Jutta Roth. Auf der Warteliste sind noch zwei oder drei weitere Kinder, die im „Mini- und Maxi-Kinderhaus“, einer Ganztagespflege mit Tagesmüttern in Niedernwöhren, untergekommen sind.

Insgesamt 314 Grundschüler

Im Schuljahr 2013/14 gibt es insgesamt 304 Grundschüler in der Samtgemeinde. Die Prognosen der Schülerzahlen für die nächsten Jahre sind zwar rückläufig, dennoch kann sich Walter Hartmann von der Samtgemeindeverwaltung gut vorstellen, dass man in Zukunft noch eine zweite Gruppe einrichten müsse.



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