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Freiheit für Ai Weiwei

Schon viele Tage vor seiner Verhaftung hat der chinesische Künstler Ai Weiwei gespürt, dass es nicht gut um ihn steht. Seinen Freunden und Bekannten in aller Welt teilte er mit: „Meine E-Mails, mein Bankkonto und alle Personen, mit denen ich Kontakt habe, werden überwacht.“ Inzwischen ist die Stimme des Künstlers verstummt. Die chinesischen Behörden haben den 53-Jährigen verhaftet wegen angeblicher Steuersünden. Doch Ai hat sich in den vergangenen Jahren eines Vergehens schuldig gemacht, das in den Augen der Kommunistischen Partei viel schwerer wiegt: Er hat ihre Herrschaftslegitimation infrage gestellt und die Chinesen zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Klarer, lauter und konsequenter als andere hat er Demokratie gefordert und mit sozialen Aktionen immer wieder unter Beweis gestellt, dass die Chinesen dazu nicht weniger in der Lage und willig sind als andere Nationen.

Autor:

Bernhard Bartsch


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