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Im Park wird gerodet - dasärgert den Fachmann

"Freie Sicht für alle"

Obernkirchen (rnk). Sauer ist Gerd Kirchner: Für den Gärtnermeister ist es "unverständlich" und "befremdlich", dass vorgestern im La-Flèche-Park vor dem Ehrenmal für die Gefallenen vier Bäume gefällt wurden. In der Vergangenheit habe er mit eigenen Mitteln die Fläche vor dem Mahnmal mit einer Gehölzbepflanzung ergänzt, um das Gefühlfür die Parkbesucher durch Lärm und Sicherheit zur Rathenaustraße zu verbessern. Kirchner hat seinen Unmut in einem zweiseitigen Schreiber an Bürgermeister Oliver Schäfer Ausdruck verliehen - und wirft darin die Frage auf, warum es für die Arbeiten keine Ausschreibung gegeben habe, sondern die Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft mit den Rodungsarbeiten beauftragt worden sei.

Weil sie gerade in der Stadt war, erklärt Schäfer. Und wäre sie es nicht gewesen, dann hätte der Bauhof die Arbeiten durchgeführt. Den Hintergrund bilde die Neugestaltung des Ehrenmal-Bereiches: Dort soll mehr Platz für Besucher entstehen, etwa am Volkstrauertag, wenn dort die zentrale Feier der Stadt stattfindet. Schäfer: "Außerdem wird der Platz einsichtiger." Genau das stört Kirchner: "Freie Sicht für alle - auf Autos, Verkehr und Alkoholiker", schreibt er. Und mit Blick auf die nicht erfolgte Ausschreibung: "Warum soll ich überhaupt noch als Unternehmer in diesem Ort ehrenamtlich tätig sein?"



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