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"Nachtausgabe": Little Jazz und New Orleans Feetwarmers legen einen bewegenden Auftritt hin

Frau Hüftschwung trifft Herrn Fingerschnipp

Bückeburg. Boogie Woogie in Bückeburg: Mit Hot Dance Music und virtuosen Solisten hat die sechste Jazz-Party im Rahmen der Nachtausgabe die hohen Erwartungen mehr als erfüllt. "Little Jazz" und die "New Orleans Feetwarmers" jammten in der Kundenhalle der Volksbank, bis die Socken (und ein Verstärker) qualmten.

Autor:

Michael Grundmeier

Dass diese Jazz-Party so schnell niemand vergessen wird, dafür sorgten neben den Akteuren auch die rund 180 Konzertbesucher. Nach jedem Solo gab es viel Beifall, manch hüftsteifer Schaumburger wippte mit den Füßen und schnippte mit den Fingern. Als Gäste hatte "Little Jazz" diesmal die "New Orleans Feetwarmers" mitgebracht - eine Formation, die sich der "Hot Dance Music" der 20er Jahre verschrieben hat. Ihr preisgekrönter Dixielandjazz ging direkt in die Beine; zurücklehnen war bis zum Schluss unmöglich. "Die Bückeburger lieben euch", lobte Helmut Rinne ("Little Jazz") die Bremer Band. Aber auch die Bückeburger Jungs haben einiges auf dem Kasten, wie die Kleinst-Jazzer (mit Gästen) im ersten Teil des Konzerts bewiesen. Neben Rinne an der Klarinette und den Vokals imponierten vor allem Mathias Grabisch an der dicken Sousa und Sängerin Birgit von Lüpke. Besonders eindrucksvoll: von Lüpkes Vokal-Akrobatik beim "Basin Street Blues" (Rinne: "Jetzt haben wir ein Posaunen-Terzett"). Ebenfalls gelungen: ihr Duett mit Rinne bei "Puttin on the Ritz". Die gemeinsame Jamsession zum Abschluss bildete eindeutig den Höhepunkt der Ragtime-Gala. Nach einer Parade aus der ersten Etage - die Damen der Volksbank gingen mit bunten Schirmen vorneweg - spielten sich die Musiker in verschiedenen Besetzungen durch die Jazz-Geschichte. Bei "Camp Meeting Blues", "Some of these days" oder "Sweet Georgia Brown" ging die Post ab, die "Feetwarmers" und "Little Jazz" transportierten den authentischen New Orleans Jazz bis nach Bückeburg. "Die haben sich ihr Geld wirklich verdient", meinte ein Gast gut gelaunt, als zum Schluss sogar ein Verstärker rauchte. "It smells funny", meinte auch Sängerin Birgit von Lüpke. Grund genug, zum Schluss des Konzertes den Standort zu wechseln. Auf dem Marktplatz verabschiedeten die Musiker die rundum zufriedenen Gäste mit "When the saints go marching in".




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