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Peter Mönkeberg übergibt einen Vorderlader an Michael Meier vom münderschen Museumsteam

Franzosen-Flinte bei Teichgrabungen gefunden

Bad Münder (st). Ein weiterer Vorderlader für das Museum Bad Münder: Nach Carl Ribbach hat jetzt Peter Mönkeberg dem Team im Wettberg’schen Adelshof eine historische Waffe übergeben. Die Flinte stammt vermutlich aus dem frühen 19. Jahrhundert und dürfte laut Museumschef Michael Meier und Mönkeberg französischer Herkunft sein.

Peter Mönkeberg (l.) legt an: Er hat die alte Flinte aus dem frühen 19. Jahrhundert Michael Meier vom Museum übergeben.  Foto: s

Vor rund 50 Jahren hat Mönkeberg das schlichte aber gut verarbeitete Stück bei Ausgrabungen zu einem Teich gefunden. „Ich bin Sammler und habe mir das Teil an Land gezogen“, sagt Mönkeberg mit einem Grinsen. „Das war irgendwo in der Nähe von Bad Münder, ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern.“

Die Vermutung, das Gewehr stamme aus der „Franzosenzeit“ begründen Mönkeberg und Meier mit der Form des Fundstückes und der Tatsache, dass es um Bad Münder herum durchaus Gefechte mit napoleonischen Truppen gegeben habe – „beispielsweise in Schmarrie“, sagt Meier. Es sei aber über die Franzosenzeit in der Region sonst nur wenig bekannt. „Deshalb ist der Fund ein besonders interessanter“, sagt der Museumsleiter. „Nach dem Sieg über Napoleon wollten alle die Zeit möglichst schnell vergessen“, weiß Meier. Viele Zeugnisse seien dadurch vernichtet worden.Dabei sind nach Meiers Angaben auch einige fortschrittliche Errungenschaften wieder rückgängig gemacht worden – unter anderem die Aufgabe der Lehensgesellschaft. „Das waren damals revolutionäre Gedanken, die es dem einfachen Mann erlaubten, Land zu erwerben.“

Um mehr über diese Zeit und das spätere 19. Jahrhundert zu erfahren, bittet Meier Münderaner, die ebenfalls im Besitz einer historischen Jagdausstattung oder alter Bauernflinten sind, sich beim Museum Bad Münder zu melden. Anrufe nimmt Meier unter 05042/3249 entgegen.



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