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CDU-Ortsverbandschef Schellhaus: "Andere Vorstellungen von Ratsarbeit"

Fraktionsspitze soll Dampf machen

Rodenberg (bab). Die CDU in Rodenberg setzt nach einer Krisensitzung auf bessere Vernetzung zwischen den In stanzen. Als Bindeglieder sollen Fraktionschef und Bürgermeister dienen. Die Aussprache war nach der Kritik des CDU-Ratsherren Volker Dahle an der Verwaltung angesetzt worden. CDU-Kreisverbandsvorsitzender Klaus Dieter Drewes war ebenfalls anwesend.

Drei Ratsherren der CDU hattenöffentlich Kritik an der Arbeit der Verwaltung geübt (wir berichteten). Als Sprecher des Trios hatte Dahle auch im Namen der beiden Mitstreiter Sebastian Klein und Joachim Stürck Vorwürfe direkt an Verwaltungschef Uwe Heilmann gerichtet. Da nicht alle CDU-Mitglieder das Vorgehen unterstützten, haben Ortsverbandsvorstand und Fraktionsvorsitz eine Aussprache initiiert, wie Ortsverbandschef Matthias Schellhaus erklärt. "Das Thema war die Zusammenarbeit zwischen Partei und Ratsfraktion", so Schellhaus. "Es gibt zwei Grüppchen innerhalb der Partei, die jeweils von der Ratsarbeit andere Vorstellungen haben." Im Ergebnis der Sitzung habe man sich geeinigt, dass aus dem Verwaltungsausschuss (VA) nicht nur Ergebnisprotokolle, sondern Verlaufsprotokolle angefertigt werden sollen. Um das zu erreichen, müssen die eigenen VA-Mitglieder Dampf machen. Das sind Bürgermeister Günter Altenburg und Fraktionsvorsitzender Carsten Schulz. Sie seien nun in der Verantwortung und in der Pflicht, so Schellhaus. Ab Sommer möchte die CDU solche Protokolle bekommen, damit auch die Ratsmitglieder, die nicht im Ausschuss mitwirken dürfen, entsprechend eingehend informiert werden. Es gehe dabei insbesondere um die Mitteilungen der Verwaltung, die nur mündlich im VA vorgetragen werden. Fraktionssprecher Schulz bremst allerdings zu hohe Erwartungen. "Wir wollen der Verwaltung nicht zu viel Arbeit machen." Obwohl er sich Sorgen um den zusätzlichen Aufwand im Rathaus macht, schlägt er vor, die CDU-Kollegen könnten ja einzeln in der Verwaltung nachfragen, um sich zu informieren. Wenn es nach dem Ortsverband geht, soll es jedoch anders laufen. Schellhaus stellt klar, dass sich nicht nur die drei Ratsherren, die sich in der Öffentlichkeit Luft gemacht haben, schlecht informiert fühlen. Dem Gros der CDU sei das Vorgehen von Dahle berechtigt erschienen. "Und ich bin auch ein Verfechter davon, dass für alle klar sein muss, was läuft und wie die Leute im VA ticken", bekennt Schellhaus. Auch bei der SPD - beispielsweise in Pohle - gebe es Unmut darüber, dass vieles in nichtöffentlichen Zirkeln abgehandelt wird. "Gerade junge Ratsmitglieder haben ein Kommu ni kationsdefizit", zeigt der Schaumburger CDU-Chef Drewes Verständnis für die Situation im Rodenberger Verband. Er stellt sich vor das Dreiergespann, das die Verwaltung kritisiert hatte: "Das Thema ist nicht erledigt."



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