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Heimat- und Verkehrsverein Schaumburg zeigt historische Aufnahmen der Dörfer

Fotos dokumentieren Wandel im Ort: Enorme Resonanz auf Bilderschau

Schaumburg (who). "Die Dörfer unter der Burg" - so ist die Fotoausstellung im Rintelner Museum Eulenburg im März und April dieses Jahresüberschrieben gewesen. Dass nach der großen Resonanz im Frühjahr die abgewandelte Wiederholung im Schaumburger Dorfgemeinschaftshaus am vergangenen Wochenende so riesigen Zuspruch finden würde, hätten sich die Initiatoren nicht vorgestellt, erklärte der 1. Vorsitzende des Vereins, Wilfried Schnüll, am Sonnabend.

Lebendige Heimatkunde für "eingeborene" Schaumburger und Neubürg

Rund 200 Besucher seien es wohl am ersten Tag bereits gewesen, schätzten Schnüll und der 2. Vorsitzende Guido Köhler, als um 18 Uhr am Sonnabend die letzten Besucher das ehemalige Schulgebäude verließen. Den ganzen Nachmittag waren die Schaumburger bei einem ständigen Kommen und Gehen durch die Bilderausstellung geströmt. "Und viele haben sich sogar selberauf Fotos aus ihren eigenen Kindertagen entdeckt", berichtet Schnüll. Er selber hat viele Fotos aus jüngerer Vergangenheit beigesteuert: "Wir wollten auch darstellen, wie sich hier im Ort alles verändert hat." Als Beispiel dafür zeigt er zum Vergleich Fotos, die er vor 15 Jahren und am 20. August dieses Jahres von der gleichen Position aus gemacht hat. Der Blick von einem Hochspannungsmasten über die Wohnsiedlung auf der Langen Breite zeigt deutlich, wie sehr sich Bebauung und Landschaftsbild in nur anderthalb Jahrzehnten verändert haben. Fotos zum Schulunterricht von früher und heute dokumentieren auch den sozialen Wandel. Während die Jungen und Mädchen in den altertümlichen Bankreihen noch aufs Stillsitzen getrimmt waren, dokumentieren neuere Bilder die Beweglichkeit im Unterricht von heute, wo sich Jungen und Mädchen an den Tischen auch gegenüber sitzen können und das Miteinander praktizieren. Genau wie die Organisatoren es sich vorgestellt hatten, nutzten die Schaumburger die Gelegenheit zur Begegnung mit der Vergangenheit ihres Dorfes. Dieüber 100 Einzelfotos und Bilder-Arrangements boten deshalb nach dem Durchgang durch die Ausstellung reichlich Gesprächsstoff an den Kaffeetischen im Raum daneben. Dass es keine Bilder aus Deckbergen zu sehen gegeben habe, habe seinen besonderen Grund, erklärt Schnüll: "Weil es dort zum 1111-jährigen Bestehen der Kirche am 1. Dezember eine gesonderte Ausstellung geben wird." Der Heimat- und Verkehrsverein Schaumburg möchte seine Sammlung an historischen Fotos künftig gerne noch weiter ausbauen. Gänzlich fehlen Bilder von dörflichen Handwerkern bei ihrer Arbeit, wie von Tischlern, Schustern oder Korbmachern. Kontakt: Wilfried Schnüll, (05152) 51991 und Guido Köhler, (05152) 51781.

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