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Fotokünstler Andreas Marquardt erläutert seine Arbeitsweise

BAD MÜNDER. Seine Bilder zeugen vom Reiz des Vergessenen, vom Charme der Patina, von der Begeisterung für Stille, vom Zauber der Geschichte. Andreas Marquardt fotografiert mit Vorliebe verlassene Gebäude und Industrieanlagen, und seine Arbeiten ziehen Betrachter tief in ihren Bann.

Andreas Marquardt (l.) stellt Interessierten seine Aufnahmetechnik vor und gibt Tipps für bessere Bilder. FOTO: Rathmann
Jens

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Auf Einladung der GeTour stellte er jetzt seine Bilder im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaals aus. Und weil das Interesse an der technischen Seite der Entstehung der Bilder so groß war, organisierte Veranstaltungsmanager Thomas Slappa einen Nachmittag zur intensiven Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise des Fotokünstlers.

Marquadt stellte den Teilnehmern des Mini-Workshops seine grundsätzliche Annäherung an ein Motiv vor, erläuterte die Notwendigkeit eines Statives bei Belichtungen mit längeren Verschlusszeiten, den Umgang mit Bildformaten und die Möglichkeiten der Bildbearbeitung am Computer. Und auch die pure Menge der Aufnahmen, die der Fotokünstler von seinen Streifzügen durch Ruinen und verlassene Gebäude mitbringt, erstaunte viele Zuhörer. 1000 bis 1300 Bilder von einem Foto-Wochenende – für Marquardt keine Seltenheit. „Mit etwas Glück ist dann aber ein Bild dabei, das für eine Ausstellung geeignet ist“, erklärte er.

Eine klare Absage erteilte er der HDR-Fotografie, bei der ein Bild aus einer Belichtungsreihe zusammengesetzt wird und so einen hohen Dynamikumfang ermöglicht. „Ich will es nicht schlechtreden, aber das ist zu einfach.“

Vor Ort im Foyer spielte er mit den Besuchern eine Aufnahmesituation praktisch durch, ging dabei auch auf Fragen nach dem Fokussieren in dunklen Räumen ein und erläuterte, wie eine kleine Taschenlampe dabei helfen kann. Gefesselt waren die Besucher auch von seinen Erzählungen über Aufnahmesituationen in verlassenen Gebäuden – und nach fast zwei Stunden waren nicht nur seine Zuhörer, sondern auch Slappa mit dem Verlauf des Nachmittags sehr zufrieden.

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