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Forscher belauschen Walgesänge

Bremerhaven. Walgesänge und Paarungsrufe von Robben unter dem Antarktiseis: Forscher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung zeichnen seit fünf Jahren mit einer Unterwasser-Horchstation „Live-Töne“ von Meeressäugern auf. Dadurch haben sie in den vergangenen fünf Jahren neue Erkenntnisse über Blau- und Buckelwale sowie Ross-, Weddell- und Krabbenfresserrobben gesammelt. Die Aufzeichnungen unter der Eisdecke dienen dazu, die saisonalen Wanderungen, das Paarungsverhalten und die Verbreitungsgebiete der Meeressäuger zu untersuchen. Das Observatorium „Palaoa“ in der Nähe der Forschungsstation Neumeyer III zeichnete auch Gesänge von Blauwalen auf und widerlegte damit die Vermutung, die größten Lebewesen der Welt mieden eisbedeckte Gewässer. Ebenso würden die Gesangsmuster von See-Leoparden und Rossrobben zeigen, dass sich die Tiere in den antarktischen Küstengewässern fortpflanzen. Die lautesten Geräusche registrieren sie allerdings bei Kollisionen von Eisbergen. Rund einmal jährlich prallen Giganten von der Größe Berlins in Hörweite der Station aufeinander.

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